HMD 176, 31. Jahrgang, März 1994

Workflow Management

Umsetzung objektorientierter Konstrukte im internen Rechnungswesen

Andrea Back-Hock

Zusammenfassung

Der folgende Beitrag beschreibt Erfahrungen aus der Realisierung einer stufenweisen Deckungsbeitragsrechnung als Demonstrationsprototyp in ACTOR 3.1p und Überlegungen zu einer objektorientierten Grundrechnungskonzeption. Darauf basiert eine erste Einschätzung, ob und inwieweit objektorientierte Konstrukte für Anwendungen des internen Rechnungswesens vorteilhaft sind. Die Fähigkeiten der objektorientierten Programmierung (OOP) kommen zum Tragen, wenn in einem Anwendungsgebiet viel vererbt werden kann und wenig völlig neue Objekte gefordert werden. Das interne Rechnungswesen zeichnet sich jedoch durch eine relativ geringe und abgegrenzte Menge an einfachen Methoden und eine sehr umfangreiche Datenbasis aus. Die relationale Gestaltung der Grundrechnung läßt sich gut auf objektorientierte Konzepte übertragen, allerdings verlangt deren Umsetzung noch eine weitere Reifung der objektorientierten Datenbanksysteme (DDDB). Im Bereich der Kalkulation können die Vorteile der OOP gut genutzt werden, da sie sich hierarchisch in mehrere Abstraktionsstufen gliedern läßt. Gleiches gilt für die stufenweise Deckungsbeitragsrechnung. Planungs- und Entscheidungsrechnungen sind aufgrund ihrer mathematischen Ausrichtung weniger sinnvoll in OOP zu realisieren. Allerdings bietet die Investitionsrechnung ein gutes Einsatzfeld, denn hierfür sind Datenbankzugriffe nicht so häufig notwendig. Bei ihr kann die Oberflächenprogrammierung zu sehr anschaulichen Sensitivitätsanalysen mit interaktiver Grafikmanipulation eingesetzt werden.

Dieses Heft ist nicht mehr lieferbar. Eine Neuauflage ist nicht geplant.

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