HMD 179, 31. Jahrgang, September 1994

Schlanke DV-Organisation

Sukzessives Re-Engineering in einem mittelständischen Softwarehaus

Patrick Dornhoff

Zusammenfassung

Mittelständische Softwarehäuser sehen sich durch die aktuellen Entwicklungen in der Informationsverarbeitung mit zahlreichen Problemen konfrontiert. Faktoren wie verstärkter Wettbewerbsdruck, technischer Fortschritt bei Hard- und Software, Überalterung der bisherigen Programme sowie geänderte Marktbedürfnisse machen einen Wandel in der DV-Architektur erforderlich. Das Beratungs- und Systemhaus CW Computer Wolff versucht für sein wohnungswirtschaftliches Softwareprodukt WODIS diesen Wandel durch sogenanntes sukzessives Re-Engineering zu vollziehen. Beim sukzessiven Re-Engineering wird der Re-Engineering-Prozeß zeitlich gestreckt, so daß der Übergang auf die neue Architektur beim Anwender nicht abrupt erfolgt, sondern das überkommene DV-System schrittweise durch das neue Produkt abgelöst wird. Voraussetzung für das sukzessive Re-Engineering ist die erfolgreiche Integration der gewachsenen Variante mit dem neuen Produkt. Besondere Beachtung ist hierbei dem Entwurf eines gemeinsamen Datenmodells, der Konsistenzsicherung der Datenbestände sowie den Auswirkungen auf die Netzwerkarchitektur zu schenken. Das Vorgehen beim sukzessiven Re-Engineering wird in einem Re-Engineering-Plan festgeschrieben.

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