HMD 183, 32. Jahrgang, Mai 1995
Objektorientierte Datenbanken
Herausgeber: Andreas Meier
Versant - Erfahrungen aus einem kommerziellen Anwendungsbereich
M. A. Barton, N. Schmeiszner, L. Strauß
Zusammenfassung
Objektorientierte Datenbanken sind ein wichtiger Baustein einer durchgehend objektorientierten Systemarchitektur. Ihre Vorteile wurden bei technischen Applikationen bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Gilt das auch für den kommerziellen Anwendungsbereich? Charakteristisch für diese Art von Anwendungen sind optimaler Datendurchsatz bei gleichzeitigem Zugriff vieler Benutzer auf gemeinsame Daten - Anforderungen, die an technische Applikationen bisher nur selten gestellt wurden.
Dieser Artikel berichtet über ein Projekt in dem Versant als objektorientiertes Datenbanksystem eingesetzt wurde. Der Hersteller von Versant ist einer der wenigen, der bereits auf Erfahrungen im kommerziellen Anwendungsbereich verweisen kann. Die Anwendung ist gekennzeichnet durch kurze Transaktionen mit großen Mengen von einfachen Daten, sowie komplexe Abfragen über stark vernetzte Objekthierarchien. Während der Projektdurchführung wurde klar, daß einfaches Mapping der Objekte zwischen Datenbank und Hauptspeicher und einfache Navigation durch komplexe Datenstrukturen noch keine Applikation ausmachen. Fehlende Funktionalität wie Unterstützung von Referential Integrity muß in der Applikationsarchitektur Berücksichtigung finden. Persistenz der Objekte bekommt man fast geschenkt, der Objektmodellierung muß aber nach wie vor ein Datenbankdesign folgen.
Dieses Heft ist nicht mehr lieferbar. Eine Neuauflage ist nicht geplant.







