HMD 185, 32. Jahrgang, September 1995

Virtuelle Organisation

Herausgeber: Heidi Heilmann

Virtuelle Unternehmen als Unternehmenstyp der Zukunft?

Oksana Arnold, Wolfgang Faisst, Martina Härtling, Pascal Sieber

Zusammenfassung

Das "Virtuelle Unternehmen" (VU) ist im Zusammenhang mit der Diskussion um neue Organi-sationsformen zu einem weit verbreiteten Begriff geworden, wobei die in zahlreichen Veröffent-lichungen zu findenden Ansichten teilweise noch divergieren. Ziel dieses Artikels ist es, von einer Analyse bestehender Interpretationen des VU-Begriffs eine VU-Arbeitsdefinition abzuleiten und diese zu erläutern. Sie stellt aus unserer Sicht den Konsens der bisherigen Ansichten dar. Ein wichtiger Bestandteil des VU ist dabei die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien zur Bewältigung der Koordination, die im Zusammenhang mit den Aufgaben des Managements im VU entsteht. Deshalb erfolgt anschließend die Darstellung spezifischer Informations- und Kommunikationssysteme und ihrer Verwendung im VU.

Die Entwicklung Virtueller Unternehmen in der Praxis steht noch am Anfang. Erste empirische Untersuchungen haben gezeigt, daß Virtuelle Unternehmen, die der Arbeitsdefinition genügen, noch sehr selten anzutreffen sind und sich auf wenige Marktsegmente beschränken. Viel häufiger findet man dagegen Unternehmen bzw. Unternehmensverbünde, die bestimmte VU-Elemente aufweisen und sich auf Entwicklungsstufen zum VU befinden. Diese Entwicklungsstufen werden durch die entsprechenden Merkmale charakterisiert und mit Beispielen der durchgeführten empirischen Untersuchung belegt.

Dieses Heft ist nicht mehr lieferbar. Eine Neuauflage ist nicht geplant.

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