HMD 185, 32. Jahrgang, September 1995

Virtuelle Organisation

Herausgeber: Heidi Heilmann

Das Softwarewerkstätten-Konzept der RWE Energie

Virtuelle Arbeitsorganisation in der Software-Entwicklung

Thomas Nowack

Zusammenfassung

Alle Energieversorgungsunternehmen (EVU) weisen im wesentlichen die gleichen Geschäfts-prozesse auf, und diese Prozesse lassen sich prinzipiell durch die gleiche Software unterstützen. Ausgehend von diesem Grundgedanken sucht die RWE Energie AG (Essen) in der Anwendungsentwicklung die Zusammenarbeit mit anderen EVU - innerhalb des RWE-Konzerns wie auch mit nationalen und internationalen Partnern, z. B. in Rußland und Ungarn. Dies erschließt beträchtliche Synergiepotentiale durch die Vermeidung von Mehrfachentwicklungen und durch den Know-how-Transfer zwischen den beteiligten Unternehmen; zudem lassen sich die Entwicklungsergebnisse als EVU-Branchensoftware vermarkten. Bei der Organisation der Zusammenarbeit kommen sog. Software-Werkstätten zum Einsatz, kleine Teams aus Mitarbeitern eines oder mehrerer Unternehmen, die full-time für die Lösung einer geschlossenen IV-Aufgabe eingesetzt werden. Ihre gegenseitige Abstimmung basiert auf Methoden des Projektmanagements sowie auf Elementen virtueller Arbeitsorganisation. Zu den Vorteilen des Werkstättenkonzeptes ist neben der effizienteren Teamarbeit vor allem die Nähe zwischen Entwicklern und Anwendern zu rechnen.

Dieses Heft ist nicht mehr lieferbar. Eine Neuauflage ist nicht geplant.

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