HMD 185, 32. Jahrgang, September 1995
Virtuelle Organisation
Herausgeber: Heidi Heilmann
Telearbeit aus Sicht der IT-Industrie
Herwig Heckl
Zusammenfassung
Informations- und Kommunikationstechnologien haben einen Stand erreicht, der im Büroumfeld dezentralisiertes Arbeiten und gleichzeitig enge Kommunikationsbeziehungen über große Entfernungen ermöglicht. Die notwendigen Produkte sind so weit entwickelt, daß Informationsverarbeitung und -weitergabe nahezu überall möglich ist. Produktivitätsdruck einerseits und die kostengünstige Verfügbarkeit der Technik andererseits führen im Augenblick in allen Industrienationen flächendeckend und spartenübergreifend zu Business-Reengineering-Maßnahmen von bisher nicht gekannten Ausmaßen, die alle konventionellen, papierorientierten Arbeitsprozesse in den Wirtschafts- und Verwaltungsbereichen in Frage stellen. In diesem Umfeld wird die Telearbeit nach langen Jahren schwieriger Grundsatzdiskussionen eine Schlüsselfunktion in allen neu entstehenden vernetzten Arbeitsprozessen übernehmen. Elektronisch gestützte Telearbeit mit ihren vielen denkbaren Varianten, von der Teleheimarbeit über Telezentren bis hin zu mobilen Büros, birgt für alle Beteiligten ein erhebliches ökonomisches Potential, mögliche negative Nebenwirkungen können von vornherein durch einen pragmatischen Abstimmungsprozeß zwischen allen Beteiligten ausgeschaltet werden.
Dieses Heft ist nicht mehr lieferbar. Eine Neuauflage ist nicht geplant.






