Virtuelle Organisation |
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Die Eignung objektorientierter Analysemethoden für das Workflow Management |
Stefan Jablonski, Katrin Stein |
Zusammenfassung
Dem Einsatz von Workflow-Management-Systemen geht die Modellierung von
Geschäftsprozessen voraus. Geschäftsprozesse illustrieren die konstitutiven Objekte und
Beziehungen zwischen diesen Objekten eines Unternehmens. Ziel ist es, eine optimale
Gestaltung des Unternehmens bezüglich der Aufbau- und der Ablauforganisation zu
erreichen. Geschäftsprozesse können in der Regel nicht direkt ausgeführt werden, da sie
auf einer abstrakten Ebene formuliert sind. Workflow-Management-Systeme übernehmen
diese Aufgabe, indem sie eine Ausführungsinfrastruktur für Geschäftsprozesse zur
Verfügung stellen. Ausführbare Geschäftsprozesse nennen wir Workflows.
Als Modellierungsmethode für Geschäftsprozesse verwenden wir in diesem Beitrag die
Booch'sche Methode. Wir untersuchen anhand dieses ausgewählten Ansatzes, inwiefern
objektorientierte Analysemethoden für das Workflow Management geeignet sind. Um
diese Untersuchung systematisch anzugehen, verwenden wir ein allgemeines
Workflowmodell, welches als Obermenge existierender Workflowmodelle angesehen
werden kann. Die Booch'sche Methode wird daraufhin untersucht, inwieweit einerseits die
Anforderungen an ein Workflowmodell erfüllt werden und andererseits die notwendige
Abbildung zwischen Geschäftsprozeß- und Workflowmodell ermöglicht wird. Aufgrund der
Vielzahl der Modellierungsprimitive der Booch'schen Methode wird eine bottom-up
Vorgehensweise gewählt. Können alle Konzepte des Referenzmodells mit der
Booch'schen Methode modelliert werden und wird eine (möglichst einfache) Abbildung
von Geschäftsprozessen auf Workflows ermöglicht, so qualifiziert sich die Booch'sche
Methode als Modellierungswerkzeug im Bereich des Workflow Managements.
Dieses Heft ist vergriffen, d.h. nicht mehr lieferbar. Eine Neuauflage ist nicht geplant.
Die Beiträge aus diesem Heft sind jedoch noch separat und kostenpflichtig unter
www.genios.de erhältlich.
HMD, Heft 185, September 1995
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