HMD 187, 33. Jahrgang, Januar 1996
Service Management
Herausgeber: Rolf M. Katzsch
Referenzmodelle für Geschäftsprozesse
Gerhard Keller, Karl Popp
Zusammenfassung
Jahrelang wurden DV-Anwendungssysteme primär unter dem Ziel der bereichsbezogenen Optimierung in den Unternehmen eingeführt. Trends wie das Computer Integrated Manufacturing oder das Lean Management waren Ansätze, mehr die Geschäftsprozesse in den Vordergrund zu stellen. Eine durchgängige Geschäftsprozeßrealisierung wurde in der Praxis allerdings nur in den seltensten Fällen erreicht. Restriktionen in der DV-Technologie einerseits, mangelndes Wissen über die Gestaltung von Geschäftsprozessen andererseits könnten Ursachen hierfür sein. Moderne Anwendungssysteme, die z. B. auf Client/Server-Technologien aufbauen, erlauben zunehmend eine durchgängige Unterstützung von Geschäftsprozessen. Die Gestaltung von Geschäftsprozessen muß sich an den Zielen der Unternehmen orientieren, d.h. der Unternehmens-, der Organisationsplaner und die Fachanwender müssen ihre Geschäftsprozeßanforderungen definieren, damit das einzusetzende Anwendungssystem effektiv im Unternehmen arbeitet. Referenzmodelle, die unterschiedliche Geschäftsprozeßvarianten offenlegen, können eine Wissensbasis für den Geschäftsprozeßplaner sein und somit als Hilfsmittel innerhalb der Geschäftsprozeßgestaltung dienen. Welchen Nutzen das R/3-Referenzmodell dem Planer bringen kann, wird im folgenden Beitrag aufgezeigt.
Dieses Heft ist nicht mehr lieferbar. Eine Neuauflage ist nicht geplant.






