HMD 188, 33. Jahrgang, März 1996

Multimedia-Anwendungen

Herausgeber: Fritz Steiner, Heidi Heilmann

Multimedia aus psychologischer und didaktischer Perspektive

Ludwig J. Issing

Zusammenfassung

Auf der Grundlage pädagogischer und psychologischer Theorien und Erkenntnisse wird von Multimedia angesichts ihrer Multimodalität, Multicodierung und Interaktivität eine Optimierung von Lehr- und Lernprozessen erwartet. Insbesondere die Psychologische Forschung zur Wechselwirkung von Medienattributen mit Persönlichkeitsvariablen (Aptitude-Treatment-Interaction) sowie zur Bedeutung medialer Codierung für die Ausführung kognitiver Operationen (Supplantation) bieten eine gute Grundlage für die Gestaltung von multimedialen Lernangeboten. Die neuere kognitive und konstruktivistische Psychologie sieht in der Realisierung hypermedialer Lernumgebungen eine große Chance für kreatives Lernen, obwohl die Art der Navigation im Hyperspace gerade für Neulinge in einem Wissensgebiet noch empirisch zu untersuchen ist.

Multimedia ist im Begriff die Bildungs- und Weiterbildungspraxis auf allen Ebenen zu verändern in Richtung auf interaktives, anschauliches und kooperatives Lernen unter Einbezug von Online-Diensten. Um auf Dauer erfolgreich zu sein, sollte aus pädagogigisch-psychologischer Sicht multimediales Lernen direkte personale Lernphasen integrieren.

Dieses Heft ist nicht mehr lieferbar. Eine Neuauflage ist nicht geplant.

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