HMD 188, 33. Jahrgang, März 1996

Multimedia-Anwendungen

Herausgeber: Fritz Steiner, Heidi Heilmann

Was kostet Multimedia?

Christoph Bahner, Josephine Hofmann

Zusammenfassung

Der Markt für Multimediaprodukte wächst, die Branche der Multimediaentwickler entwickelt sich sehr dynamisch. Stark individuelle Produkte und ein absolut gesehen noch relativ kleiner Markt führen dazu, daß Multimedia-Produktionen bis heute nur wenig standardisiert sind. Die damit zusammenhängende intransparente Kostenstruktur stellt potentielle Auftraggeber jedoch vor ein Bewertungs- und Entscheidungsproblem. Der Beitrag gibt einen Überblick über typische Produktionsschritte und hier angesetzte Kalkulationsmaßstäbe, Preisdifferenzen und hierfür mögliche Ursachen. Das Datenmaterial stammt von einer Primärerhebung des Fraunhofer-Institutes für Arbeitswirtschaft und Organisation aus dem Jahre 94, die durch aktuelle Honorarleitfäden ergänzt wurde.

Die Ergebnisse zeigen starke Preisunterschiede in den Angeboten der Multimediaenwickler. Angebote für ein und dieselbe Ausschreibung differerieren bis zu 200 %. Wesentliche Gründe für diese Unterschiede liegen in Qualitätsstufen bezüglich der Produktion und Überarbeitung der Einzelmedien und der Gesamtintegration sowie der unterschiedlichen Verfügbarkeit von Rohmaterial (Bild- und Videomaterialien). Ein unterschiedlich professionelles Projektmanagement führt ebenso zu starken Preisunterschieden wie die variable Berücksichtigung von Abschreibungen in den verwendeten Stundensätzen. Zudem haben sich auch in dieser Branche bereits Stars etabliert, die durch werbekräftige Referenzprojekte und bekannte Einzelpersonen höhere Verrechnungssätze durchsetzen können.

Dieses Heft ist nicht mehr lieferbar. Eine Neuauflage ist nicht geplant.

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