HMD 190, 33. Jahrgang, Juli 1996
Sicherheit: Zugangsverfahren, Kryptographie, Chipkarten, ...
Herausgeber: Heinz Sauerburger
Public-Key-Kryptosysteme
M. Münzenberger
Zusammenfassung
Die Übermittelung und Chiffrierung von vertraulichen Nachrichten umgibt seit jeher ein Hauch von Mystik. Die Kryptologie, eine jahrtausendealte "Geheimwissenschaft", wurde bisher insbesondere durch staatliche Stellen angewandt. Mit dem Vordringen digitaler, elektronischer Kommunikations- und Zahlungssysteme in den Alltag, nehmen Notwendigkeit und Interesse zu, diese Systeme standardmäßig mit einer Komponente zur Chiffrierung zu versehen, um die zu verarbeitenden Daten zu sichern. Die hier insbesondere in Frage kommenden Public-Key-Kryptosysteme sind seit etwa zwei Jahrzehnten bekannt, die Verfahren gewinnen jedoch erst jetzt mit dem aufkommenden Sicherheitsbedürfnis in elektronischen Netzen an Bedeutung. Die rechtliche Handhabung dieser Technologie ist weitgehend noch ungeregelt. In diesem Artikel werden die Prinzipien von Public-Key-Kryptosystemen anschaulich erläutert, und es wird ein Einblick in die zugrunde liegende Mathematik, die Zahlentheorie, gegeben. Abschließend wird der Stand der Einführung von Kryptosystemen in Kommunikations- und Zahlungssysteme und die dabei auftretenden Probleme diskutiert.
Dieses Heft ist nicht mehr lieferbar. Eine Neuauflage ist nicht geplant.





