HMD 197, 34. Jahrgang, September 1997

Componentware

Herausgeber: Michael Mörike

Löst Componentware das Wieder-verwendungsproblem?

Oliver Linssen, Frank Seidel

Zusammenfassung

Die Diskussion über die Wiederverwendung von Software-Komponenten begann gleichzeitig mit dem Auftauchen des Begriffes Software-Engineering auf der NATO International Conference on Software-Engineering 1968 in Garmisch. Seitdem wird diese Diskussion in wechselnder Intensität weitergeführt. Sie erreicht mit dem Auftreten des Begriffes Componentware einen neuen Höhepunkt. Es wird in dieser Diskussion oft der Anschein erweckt, daß sich das Problem der Wiederverwendung rein technologisch lösen läßt. Als Lösungsansätze werden Schnittstellendefinitionen, Objektorientierung, Repositories, Referenzmodelle und wiederverwendbare Komponenten vorgeschlagen. Es wird hier die Position vertreten, daß diese rein technikorientierten Lösungsansätze an vielen Aspekten der Wiederverwendungsproblematik vorbeigehen. Die Möglichkeit der Wiederverwendung von Software-Komponenten hängt zusätzlich von einer Reihe von weiteren Faktoren ab: Wie werden Anforderungen und Leistungen der Komponente beschrieben? Unter welchen Bedingungen ist die Komponente einsetzbar? Zusätzlich können Probleme bei der Black-Box-Verwendung und der typsicheren Verwendung von Komponenten festgestellt werden.

Dieses Heft ist nicht mehr lieferbar. Eine Neuauflage ist nicht geplant.

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