HMD 198, 34. Jahrgang, November 1997

Business Process (Re-)Engineering

Herausgeber: Stefan Meinhardt, Heidi Heilmann

Business Process (Re-)Engineering - gestern, heute, morgen

Gerhard Adler, Ulrich Sempf

Zusammenfassung

Die Fähigkeit, alle unternehmensbezogenen Aufgaben kundenorientiert nach Geschäftsprozessen auszurichten und sich jeweils schnell und flexibel an sich ändernde Marktanforderungen anzupassen, ist in den meisten Branchen zum Schlüssel für nachhaltige Unternehmenserfolge geworden. Business Process (Re-)Engineering ist die passende Management-Philosophie dazu. Erkenntnisse aus diversen Reengineering-Projekten der Vergangenheit belegen, daß ein einmaliger organisatorischer Kraftakt - wie er der ursprünglichen Reengineering-Idee zugrundelag - aber nicht ausreicht, um die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens auf Dauer nachhaltig zu verbessern. Das Reengineering muß daher durch ein Business Process Management flankiert werden, dessen vorrangige Aufgabe darin besteht, ein prozeß-orientiertes Zeit-, Kosten- und Leistungscontrolling sicherzustellen. Künftig wird es dabei nicht mehr ausreichen, sich ausschließlich auf die Optimierung der internen Geschäftsprozesse zu konzentrieren. Erfolgreiche Unternehmen werden sich in Zukunft von den weniger erfolgreichen daher nicht zuletzt dadurch unterscheiden, daß sie die gesamte Prozeßkette unter Einschluß ihrer Kunden und Lieferanten ganzheitlich betrachten und die komplette Wertschöpfungskette besser als die Konkurrenz zu managen wissen. Business Process (Re-)Engineering im weiteren Sinne bleibt daher auch in Zukunft eine Aufgabe, der sich das Top-Management selbst mit aller Nachhaltigkeit und Aufmerksamkeit widmen muß.

Dieses Heft ist nicht mehr lieferbar. Eine Neuauflage ist nicht geplant.

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