HMD 202, 35. Jahrgang, August 1998
Change und Configuration Management
Herausgeber: Michael Mörike
Komponentenbasierte Anwendungsentwicklung und Configuration- und Change-Management
Christian Grundey, Susanne Strahringer
Zusammenfassung
Hinter den Schlagwörtern "Komponentenbasierte Anwendungsentwicklung" oder "Componentware" verbirgt sich nach Objektorientierung der erneute Versuch, durch Wiederverwendung bereits programmierter Softwarebausteine die Produktivität in der Anwendungsentwicklung zu erhöhen. Die Entwicklung komponentenbasierter Anwendungssysteme stellt dabei zum Teil neue Anforderungen an den Softwareerstellungsprozeß. Ähnlich wie in der Fertigungsindustrie kommen durch die "Konstruktion" und "Bereitstellung" von Softwarebausteinen neue Aspekte in die Neuentwicklung, Wartung und Pflege von kompletten IT-Systemen sowie deren einzelner Softwarekomponenten. Anhand eines Baukastensystems für Unternehmen werden die Auswirkungen auf den Entwicklungsprozeß untersucht, wobei das Configuration- und Change-Management (CCM) im Mittelpunkt der Betrachtung steht. Zum einen wird ein "traditionelles" Change-Request-Verfahren beschrieben, mit dem Änderungen in allen Lebenszyklusphasen am IT-System systematisch vorgenommen werden können. Es entspricht einem fachlich orientierten Ansatz, bei dem Change Requests ihren Ursprung hauptsächlich in geänderten Anforderungen und Wünschen des Auftraggebers haben. Zum anderen wird eine Vorgehensweise beschrieben, bei der auch "komponenteninduzierte" Änderungen berücksichtigt werden können. Sie ist eine Symbiose aus dem Wunsch einer möglichst hundertprozentigen Umsetzung der Auftraggeberanforderungen im Sinne einer "Einzelanfertigung" mit dem gleichzeitigen Bestreben, das Angebot an Standardkomponenten im Rahmen eines Baukastensystems in Form von "Softwarekomponenten von der Stange" möglichst anwendungsneutral zu halten.
Dieses Heft ist nicht mehr lieferbar. Eine Neuauflage ist nicht geplant.





