HMD 202, 35. Jahrgang, August 1998
Change und Configuration Management
Herausgeber: Michael Mörike
Network Configuration Flows
Kirsten Heiler
Zusammenfassung
Der Beitrag bietet einen kurzen Überblick über eine Forschungsarbeit, die während der Mitarbeit im Projekt "Netzmanagement in heterogenen Systemen" am Institut für Informatik der Technischen Universität München entstanden ist. Es wird die Problematik skizziert, daß in heutigen Corporate Networks eine große Komplexität, Heterogenität und Quantität anzutreffen ist, die u. a. an die Konfiguration hohe Anforderungen stellt. Bislang existiert hier wenig adäquate Unterstützung. Die vorgestellte Methodik zur Modellierung von Konfigurationsvorgängen stellt ein durchgängiges Konzept dar, das die Netz- und Systemadministration aufgabenorientiert unterstützt. Alle im Umfeld des Konfigurationsmanagements anfallenden Aufgaben können systematisch erfaßt, klassifiziert und dargestellt werden, wobei die Systematik hersteller- und ressourcenunabhängig ist. Die universell einsetzbare Modellierungsmethodik entlang von Aufgaben ermöglicht eine homogene Integration der Konfigurationsprozesse in die Struktur einer Betreiberorganisation (z. B. hinsichtlich Aufgabenaufteilung zwischen Arbeitsgruppen) und die Einbeziehung verschiedener Einflußfaktoren. Sie bildet die Basis für eine Umsetzung in Form eines integrierenden Konfigurationsmanagementwerkzeuges. Der Gewinn liegt dabei in einer durchgängigen Top-Down-Modellierung und der Verschattung der Heterogenität durch aufgabenorientierte, generische Middleware. Außerdem wird eine Verringerung der Komplexität dadurch erzielt, daß gleichartige Vorgehensweisen für alle gleichartigen Ressourcen angewendet werden können, daß die Möglichkeit einer (Teil-) Automatisierung geschaffen wird sowie dadurch, daß ein integrierendes und integriertes Unterstützungssystem anstelle vieler isolierter, hersteller- und ressourcenspezifischer Werkzeuge bereitgestellt wird.
Dieses Heft ist nicht mehr lieferbar. Eine Neuauflage ist nicht geplant.






