Anwendungen paralleler Systeme |
|
Die parallele Koordinationssprache ALWAN |
Guido Hächler |
Zusammenfassung
Dieser Beitrag beschreibt die parallele Koordinationssprache ALWAN,
welche den Programmierer bei der Beschreibung paralleler Aspekte wie
Datenaufteilung, Verwaltung von Prozeß-Topologien und Kommunikation
zwischen Prozessen unterstützt. Beim Entwurf der Sprache wurde
besonders auf einfache Programmierbarkeit, effiziente Ausführung und
hohe Portabilität zwischen verschiedenen parallelen Architekturen
geachtet. Als Koordinationssprache konzipiert, bietet sie zudem
Schnittstellen zu sequentiellen Programmiersprachen wie ANSI C und
Fortran an und erlaubt daher die Wiederverwendung sequentieller
Softwarekomponenten. ALWAN Programme werden nach ANSI C übersetzt,
wobei die parallelen Konstrukte der Sprache durch Bibliotheksaufrufe
ersetzt werden. Die Schnittstellen dieser Bibliotheksroutinen sind so
entworfen, daß die Bibliothek für verschiedene parallele Architekturen
implementiert werden kann. Zur Zeit sind Bibliotheken für Systeme mit
privatem Speicher, in welchen die Prozesse mittels
Nachrichtenaustausch (Message Passing) miteinander kommunizieren, wie
auch für Systeme mit gemeinsamen Speicher (Shared Memory)
implementiert. Das hohe Abstraktionsniveau der Sprache bringt gewisse
Laufzeitverluste mit sich. Die beobachteten relativen Verluste für
reine Kommunikation belaufen sich aber auf weniger als 10%. Im
Vergleich zur gesamten Ausführungszeit (Berechnung und Kommunikation)
sind die Verluste sogar noch deutlich geringer.
Dieses Heft ist vergriffen, d.h. nicht mehr lieferbar. Eine Neuauflage ist nicht geplant.
Die Beiträge aus diesem Heft sind jedoch noch separat und kostenpflichtig unter
www.genios.de erhältlich.
HMD, Heft 203, Oktober 1998
|