HMD 203, 35. Jahrgang, Oktober 1998

Anwendungen paralleler Systeme

Herausgeber: Heinz Sauerburger

Neue Herausforderungen an das Konfigurationsmanagement

Manfred Saynisch

Zusammenfassung

Rapide zunehmende Verschärfung des internationalen Wettbewerbes und schnell wachsende technische Möglichkeiten zwingen die Unternehmen zu wirkungsvollen Produktivitätssteigerungen. Komplexe Produkte müssen unter enormem Zeit- und Kostendruck bei gleichzeitig wachsender globaler Verteilung der Ressourcen entwickelt werden. Die Herausforderungen an das Konfigurationsmanagement (KM) sind dabei im Einzelnen:

  1. Beschleunigung der Produktentwicklung durch virtuelle statt physische Prototypen (Digital Mock- Up - DMU bei Hardware). Parallelisierung von Entwicklung und Fertigung. Überlappende, funktionsübergreifende, simultane Prozesse (Concurrent-/Simultaneous Engineering).
  2. Interdisziplinäre Erstellung integrierter Produkte. Software- und Hardware/Geräte-Integration. Mechatronik (Synthese zwischen Mechanik, Elektronik und Informatik).
  3. Verteiltes Arbeiten auf Basis der Digitalisierung (z. B. CAD/CAM bei Hardware) durch überbetriebliche Kooperation mit Kunden, Entwicklungspartnern und Zulieferern. Aufbau und Arbeit mit verteilten Prozeßketten - Prozeßnetze. 24 Stunden weltweite Arbeitszeit verwirklichen.
  4. Vernetzung unterschiedlicher Werkzeuge (Integration unterschiedlicher CAD/CAM Landschaften bei der Hardware). Engineering/Product Data Management (EDM/PDM bei der Hardware und Case Tools bei der Software).

Bei der Tagung "Änderungen im Griff - Erfolgsfaktor Konfigurationsmanagement" gehörten obige Herausforderungen zu den Schwerpunktthemen. Die nachfolgenden Ausführungen basieren wesentlich auf den Tagungsergebnissen.

Dieses Heft ist nicht mehr lieferbar. Eine Neuauflage ist nicht geplant.

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