Wissensmanagement |
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Wissensmanagement im Telelearning |
Janine Trosch, Roland Bickmann |
Zusammenfassung
Wissen ist die Ressource des 21. Jahrhunderts. Den Mitarbeitern in den
Unternehmen wird die Notwendigkeit des "lebenslangen Lernens" erklärt.
Was ihnen nicht erläutert wird, ist das "Wie" des Lernens in den Formen,
die in der Informationsgesellschaft möglich sind und die zu
Effizienzsteigerungen für den Mitarbeiter und auch das gesamte
Unternehmen führen können. Ohne die Ideen und die Gerüste des Wissens,
den Informationen und den Erfahrungen der einzelnen Individuen, wird die
Informationsflut jeden einzelnen "überwältigen". Telelearning ist die
Form des Lernens in der Informations- und Wissensgesellschaft. Die
zunehmende Weiterentwicklung in der modernen Informationstechnologie
bedeutet nicht nur eine enorme Informationsflut, die auf jeden einzelnen
Mitarbeiter einwirkt, sondern auch eine erhöhte Transparenz der
Unternehmen untereinander mit verkürzten Produktlebenszyklen und einem
daraus resultierenden verschärften Wettbewerb. Um diesem in einem
informationstechnologisch geprägten Zeitalter, in dem sich Wissen als
entscheidender Erfolgsfaktor herauskristallisiert, standhalten zu
können, muß ein Unternehmen durch einen gut durchdachten Workflow im
Informations- und Wissenstransfer, der von allen Mitarbeitern und
Führungskräften kontinuierlich genutzt wird, den Unternehmenserfolg
sicherstellen und existierende Potentiale und Kompetenzen nutzen. Nur
allzu logisch erscheint es dabei, ein solches System, das
Unternehmenswissen verwaltet, breitflächig an der Stelle aufzusetzen, an
der das Wissen vermittelt und erarbeitet wird. Wichtig ist dabei die
begriffliche Unterscheidung zwischen Information und Wissen. Wissen ist
mehr; Erfahrungen und vorhandenes Wissen eines Individuums oder einer
Organisation werten die hinzukommenden Informationen auf, da diese in
ein "vorbereitetes" Geflecht von Wissen integriert werden. Telelearning
ist für zukunftsorientierte Unternehmen ein in verstärktem Maß genutzter
Weg, Informationen, Erfahrungen und Wissen zur Verfügung zu stellen, und
den Austausch nicht nur innerhalb des Unternehmens zu steigern. Wird
aktuell generiertes Wissen in seinen Hauptaussagen festgehalten, so geht
es zum einen nicht verloren, sondern steht für alle Mitarbeiter bereit
und ist zum anderen eine erste Transfermöglichkeit für den Mitarbeiter,
das gerade Erlernte in Worte zu fassen. Das ist ein entscheidender Punkt
bei der Bewertung unterschiedlicher Lernsysteme.
Inhaltsübersicht
- Sinnvolle Nutzung der Möglichkeiten, die die neue IT-Situation bietet
- Die aktuelle IT-Situation und ihre Auswirkungen auf den Umgang mit Informationen im Unternehmen
- Anforderungen an ein Wissensmanagement und Wege zur Realisation
- Zusammenfassung der Vorteile eines funktionierenden Wissensmanagements
- Integration des Wissensmanagements in das Telelearning-Konzept
- Grundsätzliche Überlegungen zum e-Training
- Die Lernplattform - ein Portrait
- Ein typisches Telelearning-Szenario
- Qualifizierung fließt in den Wissenspool
- Literatur
HMD, Heft 208, August 1999
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