HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik

ISSN 1436-3011

09.02.2010


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Wissensmanagement

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Editorial

Wissensmanagement ist nicht "wirklich neu" - aber "in": Grund genug, Ihnen, unseren Lesern, einen Überblick und Praxiserfahrungen über dieses faszinierende Gebiet, zu dem viele ältere und neuere Disziplinen von der Organisationslehre bis zur Soziologie und Psychologie beitragen, zu vermitteln.

Dabei darf nicht vergessen werden, daß Informatik und Wirtschaftsinformatik neben schneller und kostengünstiger Bereitstellung ganz neue Ansätze für das Wissensmanagement ermöglichen. Informationstechnik in Form moderner Hardware-, Netzwerk- und Softwaretechnologie spielt auch hier die Rolle des Enablers.

Der Grundlagenbeitrag der Schriftleiterin führt Sie - sofern Sie sich mit Wissensmanagement bisher noch nicht intensiver beschäftigen konnten - in die Thematik ein. Bitte nutzen Sie ggf. die dort genannte Literatur und die Buchbesprechungen im vorliegenden Heft, wenn Sie einen tieferen Einstieg planen. Es ist nicht leicht, auf begrenztem Raum ein so umfassendes Themengebiet hinreichend genau darzustellen.

Die folgenden vier Beiträge von Heft 208 machen Sie mit Anwendungen bekannt. Das von Ortwein und Dömer beschriebene ADL Links wird seit Jahren im Hause A. D. Little eingesetzt und ist organisatorisch und technisch entsprechend ausgereift. Im Beitrag "Ein wissensbasiertes Frühwarnsystem in einem Großunternehmen" berichtet die Schriftleiterin über Konzeption, Einführung und erste Erfahrungen eines in kurzer Zeit implementierten Wissensmanagementsystems, das die operative und strategische Früherkennung schwacher Umweltsignale unterstützen soll. Föcker, Goesmann und Striemer stellen Überlegungen zur Verknüpfung von Wissensmanagement mit Geschäftsprozessen an und ergänzen damit den Grundlagenbeitrag, der auf diesen Zusammenhang nur in knapper Form hinweisen konnte. Auch "Wissensmanagement im Telelearning" von Trosch / Bickmann schafft eine - derzeit noch eher zukunftsorientierte - Verbindung zwischen dem zunehmend unverzichtbaren "lebenslangen Lernen" und dem Beitrag des Wissensmanagements zu dieser Herausforderung.

Weitere vier Beiträge zum Schwerpunktthema befassen sich mit dem IV- Einsatz und den verfügbaren Werkzeugen. Einen Überblick dazu aus praxisorientierter Sicht geben die Autoren Warschat, Ribas und Ohlhausen vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswissenschaft und Organisation, Stuttgart. Sippach, Niemeier und Vuong von der Multimedia Software GmbH, Dresden, berichten über beispielhafte Wissensmanagement-Lösungen aus ihrem Erfahrungsbereich. Rust et al. schildern Einsatzbeispiele des Softwaretools U.S.U. ValueBase®. Strahringer und Amelingmeyer schließlich beurteilen, ob und inwieweit sich die ältere Expertensystem- Technologie im Rahmen von Wissensmanagement sinnvoll nutzen läßt.

Last not least bieten wir Ihnen Buchbesprechungen zum Wissensmanagement und wie gewohnt auch Beiträge außerhalb des Schwerpunktthemas, Veranstaltungshinweise und die Vorschau auf die bis Ende 2000 geplanten Schwerpunktthemen der HMD-Hefte. Wenn Sie zu einem dieser Themen aus Ihrem Erfahrungsschatz beitragen wollen: Redaktion und Herausgeber freuen sich über jede Kontaktaufnahme.

Heidi Heilmann

HMD, Heft 208, August 1999

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