Wissensmanagement |
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Editorial |
Wissensmanagement ist nicht "wirklich neu" - aber "in": Grund genug,
Ihnen, unseren Lesern, einen Überblick und Praxiserfahrungen über dieses
faszinierende Gebiet, zu dem viele ältere und neuere Disziplinen von der
Organisationslehre bis zur Soziologie und Psychologie beitragen, zu
vermitteln.
Dabei darf nicht vergessen werden, daß Informatik und
Wirtschaftsinformatik neben schneller und kostengünstiger Bereitstellung
ganz neue Ansätze für das Wissensmanagement ermöglichen.
Informationstechnik in Form moderner Hardware-, Netzwerk- und
Softwaretechnologie spielt auch hier die Rolle des Enablers.
Der Grundlagenbeitrag der Schriftleiterin führt Sie - sofern Sie sich
mit Wissensmanagement bisher noch nicht intensiver beschäftigen konnten -
in die Thematik ein. Bitte nutzen Sie ggf. die dort genannte Literatur
und die Buchbesprechungen im vorliegenden Heft, wenn Sie einen tieferen
Einstieg planen. Es ist nicht leicht, auf begrenztem Raum ein so
umfassendes Themengebiet hinreichend genau darzustellen.
Die folgenden vier Beiträge von Heft 208 machen Sie mit Anwendungen
bekannt. Das von Ortwein und Dömer beschriebene ADL Links wird seit
Jahren im Hause A. D. Little eingesetzt und ist organisatorisch und
technisch entsprechend ausgereift. Im Beitrag "Ein wissensbasiertes
Frühwarnsystem in einem Großunternehmen" berichtet die Schriftleiterin
über Konzeption, Einführung und erste Erfahrungen eines in kurzer Zeit
implementierten Wissensmanagementsystems, das die operative und
strategische Früherkennung schwacher Umweltsignale unterstützen soll.
Föcker, Goesmann und Striemer stellen Überlegungen zur Verknüpfung von
Wissensmanagement mit Geschäftsprozessen an und ergänzen damit den
Grundlagenbeitrag, der auf diesen Zusammenhang nur in knapper Form
hinweisen konnte. Auch "Wissensmanagement im Telelearning" von Trosch /
Bickmann schafft eine - derzeit noch eher zukunftsorientierte -
Verbindung zwischen dem zunehmend unverzichtbaren "lebenslangen Lernen"
und dem Beitrag des Wissensmanagements zu dieser Herausforderung.
Weitere vier Beiträge zum Schwerpunktthema befassen sich mit dem IV-
Einsatz und den verfügbaren Werkzeugen. Einen Überblick dazu aus
praxisorientierter Sicht geben die Autoren Warschat, Ribas und Ohlhausen
vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswissenschaft und Organisation,
Stuttgart. Sippach, Niemeier und Vuong von der Multimedia Software GmbH,
Dresden, berichten über beispielhafte Wissensmanagement-Lösungen aus
ihrem Erfahrungsbereich. Rust et al. schildern Einsatzbeispiele des
Softwaretools U.S.U. ValueBase®. Strahringer und Amelingmeyer
schließlich beurteilen, ob und inwieweit sich die ältere Expertensystem-
Technologie im Rahmen von Wissensmanagement sinnvoll nutzen läßt.
Last not least bieten wir Ihnen Buchbesprechungen zum Wissensmanagement
und wie gewohnt auch Beiträge außerhalb des Schwerpunktthemas,
Veranstaltungshinweise und die Vorschau auf die bis Ende 2000 geplanten
Schwerpunktthemen der HMD-Hefte. Wenn Sie zu einem dieser Themen aus
Ihrem Erfahrungsschatz beitragen wollen: Redaktion und Herausgeber
freuen sich über jede Kontaktaufnahme.
Heidi Heilmann
HMD, Heft 208, August 1999
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