HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik

ISSN 1436-3011

02.09.2010


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Objektorientierung - State-of-the-Art

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Editorial

Die Objektorientierung ist erwachsen geworden. Sie ist anerkannter Standard in der Softwareentwicklung. Da ist es Zeit, einmal innezuhalten und sich umzusehen, wo wir stehen.

Die Jahrtausendwende war oft Anlass, Software nicht nur umzustellen, sondern von Grund auf neu zu erstellen und zu erweitern. Davon hat vermutlich auch die Objektorientierung als derzeit gängiges Paradigma profitiert. Es gibt also viel Gelegenheit über neuere Erfahrungen zu berichten.

Gibt es überhaupt neuere Entwicklungen? Wo sind sie? Das vorliegende Heft möchte darauf einige Antworten geben: Neuere Entwicklungen werden auf dem Gebiet der Muster und Szenarien aufgegriffen.

Es gilt über objektorientierte Datenbanken zu berichten, auch wenn der Durchbruch noch nicht geschafft ist.

Welchen Einfluß hat das neue Paradigma Objektorientierung auf die Projektorganisation?

Was ist aus dem hehren Ziel geworden, mit Objektorientierung endlich die praktische Wiederverwendung von Software zu erreichen? Hier fällt die Antwort leider sehr dünn aus.

Kehrt die Objektorientierung mit systematischem Einsatz bei Simulationen wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurück?

All dies und vieles andere rundet das Bild zum Statusbericht ab. Wenn Sie diese Zeilen lesen, müssen Sie hoffentlich nicht Wache schieben, um auf das Auftreten der ersten Jahr-2000-Bugs zu warten. Haben Sie denn nicht Ihre Software durch Objektorientierung aufgepeppt? Ob Sie nun dennoch Dienst haben oder wo und wann Sie diese Zeilen auch immer lesen, ich wünsche Ihnen - auch im Namen des Verlags und der Herausgeberkollegen - wenigstens angenehme und ruhige Lektüre, möglichst wenig unterbrochen von unangenehmen Ereignissen zusammen mit einem guten Rutsch ins nächste Jahrtausend

Michael Mörike

HMD, Heft 210, Dezember 1999

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