Objektorientierung - State-of-the-Art |
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Editorial |
Die Objektorientierung ist erwachsen geworden. Sie ist
anerkannter Standard in der Softwareentwicklung. Da ist es
Zeit, einmal innezuhalten und sich umzusehen, wo wir stehen.
Die Jahrtausendwende war oft Anlass, Software nicht nur
umzustellen, sondern von Grund auf neu zu erstellen und zu
erweitern. Davon hat vermutlich auch die Objektorientierung
als derzeit gängiges Paradigma profitiert. Es gibt also viel
Gelegenheit über neuere Erfahrungen zu berichten.
Gibt es überhaupt neuere Entwicklungen? Wo sind sie? Das
vorliegende Heft möchte darauf einige Antworten geben: Neuere
Entwicklungen werden auf dem Gebiet der Muster und Szenarien
aufgegriffen.
Es gilt über objektorientierte Datenbanken zu berichten, auch
wenn der Durchbruch noch nicht geschafft ist.
Welchen Einfluß hat das neue Paradigma Objektorientierung auf
die Projektorganisation?
Was ist aus dem hehren Ziel geworden, mit Objektorientierung
endlich die praktische Wiederverwendung von Software zu
erreichen? Hier fällt die Antwort leider sehr dünn aus.
Kehrt die Objektorientierung mit systematischem Einsatz bei
Simulationen wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurück?
All dies und vieles andere rundet das Bild zum Statusbericht
ab. Wenn Sie diese Zeilen lesen, müssen Sie hoffentlich nicht
Wache schieben, um auf das Auftreten der ersten Jahr-2000-Bugs
zu warten. Haben Sie denn nicht Ihre Software durch
Objektorientierung aufgepeppt? Ob Sie nun dennoch Dienst haben
oder wo und wann Sie diese Zeilen auch immer lesen, ich
wünsche Ihnen - auch im Namen des Verlags und der
Herausgeberkollegen - wenigstens angenehme und ruhige Lektüre,
möglichst wenig unterbrochen von unangenehmen Ereignissen
zusammen mit einem guten Rutsch ins nächste Jahrtausend
Michael Mörike
HMD, Heft 210, Dezember 1999
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