Usability Engineering |
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Editorial |
Zweifellos ist der Computer zu einem unverzichtbaren
Hilfsmittel bei der Abwicklung von Geschäftsvorgängen in den
Unternehmen geworden und aus dem Arbeitsleben nicht mehr
wegzudenken. Aber auch im privaten Umfeld (zumindest bei der
jüngeren Generation) gehört der Computer bald genauso
selbstverständlich zu den Dingen des täglichen Lebens wie das
Telefon, das Auto oder der Kühlschrank. Heute besitzen bereits
über 30% der Bundesbürger einen PC, in den USA sogar schon
über 60% der Einwohner.
Entscheidend für den bisher erreichten Grad der Nutzung der
Informationstechnologie und den möglichen Durchbruch in noch
weitere Anwendungsszenarien ist vor allem die ergonomische
Gestaltung der Mensch-Maschine-Schnittstelle, des so genannten
"User-Interface".
Mit dem Themengebiet "Optimierung der Benutzerfreundlichkeit
von Anwendungssystemen", kurz: "Usability Engineering",
beschäftigen sich Wissenschaftler der Informatik sowie
Hersteller von Informationssystemen bereits seit den frühen
80er Jahren und dem Aufkommen der ersten Computer mit
grafischem User-Interface.
Im ersten Beitrag gibt Çakir einen Abriss über die
Entwicklungsgeschichte des Themas "Usability Engineering" und
führt in die Gesetze und Normen für den Arbeitsschutz bei der
Arbeit mit Bildschirmgeräten ein, die aus der EU-
Bildschirmrichtlinie entstanden sind. Darüber hinaus werden
Methoden und deren Effektivität zum Messen der
"Gebrauchstauglichkeit" von Software-Anwendungen dargestellt.
Unter der Überschrift "Multimodales Interagieren im Haus der
Zukunft" stellen Machate und Wöhr Ergebnisse eines von der EU
geförderten Forschungsprojektes vor, das die Entwicklung von
vereinfachten Steuerungsmöglichkeiten des häuslichen Umfeldes
insbesondere für ältere und behinderte Menschen zum Ziel hat.
Eckert und Esslinger stellen modernes
Interfacedesign in den Mittelpunkt ihres Aufsatzes. Es wird
die Bedeutung und die richtige Verwendung von Farbe, die
Übertragung von vertrauten Funktionsprinzipien aus der realen
Welt auf Computerprogramme sowie die Möglichkeit der
Individualisierung durch den Benutzer bei der Gestaltung von
Software-Anwendungen thematisiert.
In den folgenden beiden Beiträgen beschreiben zuerst Erxleben und Gebauer den
benutzerorientierten Software-Entwicklungsprozess im Hause
SAP, der im Rahmen der unternehmensweiten EnjoySAP-Initiative
zu einer deutlichen Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit
des SAP-Systems führen sollte, um die Zufriedenheit der
Benutzer zu steigern und die Total Cost of Ownership des SAP-
Einsatzes im Unternehmen zu senken.
Steffens, Dorrhauer und Zlender
berichten dann über die Ergebnisse ihrer empirischen
Untersuchung, die zum Ziel hatte herauszufinden, ob die SAP
eine Verbesserung der Usability mit ihrem neusten Release 4.6
tatsächlich erreichen konnte.
Die Präsentation und Diskussion unterschiedlicher Strategien
zur Visualisierung entscheidungsrelevanter Daten für das
Management behandeln Reiterer, Mann, Mußler und Bleimann in
ihrem Beitrag. Moderne Management-Support-Systeme entwickeln
sich mehr und mehr zu multimedialen Anwendungen, die weit mehr
als nur klassische Geschäftsgrafiken zur Darstellung von
Unternehmenskennzahlen verwenden.
Im nächste Aufsatz beschäftigt sich Gronski mit
Lösungsansätzen für eine verbesserte Nutzungsstrategie von
Intranets. Im Zentrum steht das Management unstrukturierter
Informationen und die Notwendigkeit einer kontinuierlichen
redaktionellen Administration.
Außerhalb des Schwerpunkts behandeln Prähofer, Sametinger und
Stritzinger im Bereich Basistechnik die Architektur eines
Simulationsbaukastens, basierend auf dem Komponentenmodell
JavaBeans.
Im Bereich Methoden beschreiben diesmal Schulze, Bach und
Österle eine Methode zur erfolgreichen Einführung von CRM
(Customer Relationship Management).
Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre des
vorliegenden Heftes und hoffe, dass Sie in Zukunft mehr und
mehr Softwareprogramme nutzen können, deren Anwendung richtig
Spaß macht, damit die tägliche Arbeit im Beruf und Privatleben
leichter von der Hand geht.
Viele herzliche Grüße
Stefan Meinhardt
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Sehr geehrte, liebe HMD-Leser und -Abonnenten,
zusammen mit der Auslieferung des ersten HMD-Heftes im
neuen Jahr können wir Ihnen eine erfreuliche Mitteilung
machen: Die dpunkt.verlag GmbH, welche die HMD seit 1998
innerhalb der Hüthig-Verlagsgruppe redaktionell betreut
hat und seit Mitte 1999 selbständig ist, hat die HMD-
Rechte zum 1. 1. 2000 von Hüthig übernommen.
Wir Herausgeber freuen uns über diesen Wechsel zu einem
jungen, innovativen und flexiblen Verlag, der sich voll
auf die Informationstechnologie konzentriert und Ihnen
sicher auch schon durch sein Buchprogramm aufgefallen ist.
Sie können davon ausgehen, daß die noch engere
Zusammenarbeit mit dpunkt zwei für Sie wichtige
Sachverhalte kombiniert: Die Weiterentwicklung der HMD als
Ihr Weiterbildungs-Kompaß in der Informationstechnologie,
und das unter erweitertem Einbezug von Kommunikations- und
Serviceleistungen im Web.
Last, but not least wollen wir einen
betriebswirtschaftlichen Aspekt der Übernahme nicht
verschweigen: dpunkt kommt ohne die angekündigte
Preiserhöhung aus, Sie erhalten Ihre HMD auch im Jahr 2000
zum bisherigen Preis.
Im Namen aller HMD-Herausgeber
Prof. Dr. Heidi Heilmann
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HMD, Heft 212, April 2000
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