Security Management |
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Editorial |
Wie uns allen bekannt, nahm in der Vergangenheit die
Abhängigkeit der Firma von der IT-Technologie ständig zu.
Waren es anfangs nur große und junge Unternehmen der IT-
Branche , so sind davon heute fast alle betroffen. Gerade die
Unternehmen, die das Internet aktiv nutzen und darüber die
unterschiedlichsten Geschäfte abwickeln, müssen besondere
Vorkehrungen treffen, um nicht davon Schaden zu erleiden.
Aber auch Firmen mit einem reinen Intranet können das Thema
Security Management nicht außer Acht lassen. Auch hier
besteht bekanntlich die Gefahr, dass beispielsweise durch
Ausspähen, Manipulation bzw. gezielte Virenangriffe, auch aus
den eigenen Reihen, großer Schaden entstehen kann.
Das Thema der Instabilitäten bei der Hardware darf der
Aufmerksamkeit der Verantwortlichen beim Thema Sicherheit
nicht verloren gehen. Da aber die Ausfallrate der Hardware in
den vergangenen Jahren deutlich zurückging und die Systeme
immer preiswerter bei gesteigerter Leistung wurden, ist ein
redundanter Aufbau in erschwinglichere Größenordnungen
gekommen. Galten redundante Plattenlaufwerke in der
Vergangenheit als sehr aufwendig und teuer, so hat sich dies,
auch gerade vor dem Hintergrund der immer preiswerteren
Festplatten, beachtlich gewandelt. Beispielsweise stellen
heutzutage RAID-Systeme keinen sicherheitstechnischen Luxus
mehr dar, sondern sind je nach Einsatzgebiet zu einer
Alltäglichkeit geworden.
Im Rahmen des Schwerpunktthemas "Security Management" wird in
diesem Heft auf das Thema Hardware und Sicherheit nicht näher
eingegangen. Dies soll aber nicht den Eindruck vermitteln,
dass man dieser Thematik nur untergeordnete Bedeutung
beimessen sollte, sondern im Gegenteil, sie darf auf gar
keinen Fall außer Acht gelassen werden. Hält man sich aber an
gewisse Grundregeln, dann geht heutzutage von der Hardware
kein erhöhtes Risiko mehr aus.
Ganz anders ist es aber bei der Problematik der
missbräuchlichen Nutzung der Systeme wie beispielsweise durch
Angriffe von außen bzw. innen, die das Ziel haben, dem
Unternehmen in irgendeiner Weise Schaden zuzufügen. Der
jüngste Einbruch in das Netz von Microsoft ist sicherlich ein
herausragendes Beispiel. Gerade durch das Öffnen der eigenen
IT-Welt für den Internet-Kunden, um beispielsweise bei
Bestellungen über das Internet den Ablauf zu automatisieren,
ist man vermehrten Angriffen ausgesetzt. Auch B2B stellt
erhöhte Sicherheitsanforderungen. Um Schaden abzuwenden, muss
deshalb der Authentifizierung, Autorisierung,
Vertraulichkeit, Integrität, Nichtabstreitbarkeit und
Protokollierung erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet werden. Sehr
wichtig dabei ist aber das Gesamtkonzept und die Anpassung
des Security Managements an die stetig verändernden
Geschäftsprozesse. Teillösungen führen unter Umständen gerade
in die falsche Richtung. Hatte man beispielsweise durch eine
effiziente Firewall einen ausreichenden Schutz erzielt, so
kann dieser durch die spätere Einführung von
Verschlüsselungstechniken beim E-Mail-Austausch zunichte
gemacht werden. Konnte bei unverschlüsselten E-Mails die
Firewall auch Macro-Viren der unterschiedlichsten Art
aufspüren, so ist dies bei verschlüsselten Nachrichten nicht
ohne weiteres mehr möglich und Viren können somit ungehindert
in das System eindringen. Eine sich ständig an die geänderten
Bedürfnisse anpassende Gesamtstrategie ist deshalb
unerlässlich.
Ein weiterer Punkt, der ebenfalls größter Aufmerksamkeit
bedarf, ist die Frage nach dem Aufwand und dem Restrisiko.
Eine lückenlose Sicherheit wird es nicht geben, so dass
zwischen Aufwand, Nutzen und Restrisikokosten abgewogen
werden muss.
In dem vorliegenden Heft wird das Thema "Security Management"
von den unterschiedlichsten Seiten betrachtet. In den ersten
Beiträgen werden allgemeine Aspekte erörtert, um sich dann
den verschiedensten Beispielen zuwenden zu können. Aufgrund
der Fülle der Thematik kann durch dieses Heft nur ein kleiner
Einblick in die Problematik gegeben werden. Ein Ziel dieser
Beiträge ist es, den Leser für dieses sehr wichtige IT-Thema
zu sensibilisieren und ihm den Einstieg in diese Problematik
zu ermöglichen. Dem Fachmann sollen die Beiträge Anregung
geben, um bestehende Sicherheitskonzepte zu verbessern.
H. Sauerburger
Dieses Heft ist vergriffen, d.h. nicht mehr lieferbar. Eine Neuauflage ist nicht geplant.
Die Beiträge aus diesem Heft sind jedoch noch separat und kostenpflichtig unter
www.genios.de erhältlich.
HMD, Heft 216, Dezember 2000
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