HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik

ISSN 1436-3011

02.09.2010


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Strategisches IT-Controlling

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Strategisches IT-Controlling für junge Unternehmen in neuen Märkten
Architekturrahmen als strategieabhängige Grundlage

Klaus-Michael Stehr, Matthias Rudowicz, Martin Gennis

Zusammenfassung

Strategisches Controlling erfordert eine Unternehmensstrategie, die als Bewertungsmaßstab aller Maßnahmen im Unternehmen dienen kann. Die IT benötigt ihre Vorgabe als eine Randbedingung zur Gestaltung einer IT- Architektur, die eine die Unternehmensziele fördernde Umgebung für strategische IT-Entwicklungsprojekte und - investitionen bieten kann. Junge Unternehmen in sich entwi- ckelnden Märkten haben in ihrer Frühphase jedoch meist nicht die Möglichkeit, sich entlang einer Strategie zu entwickeln. Vielmehr müssen sie kurzfristig auf oft abrupte Marktentwicklungen rea-gieren. Ansätze eines IT- Architekturrahmens können sich so nur lokal entwickeln. Sein Fehlen macht sich jedoch schnell unangenehm bemerkbar, wenn das Unternehmen in die Konsolidierungsphase eintritt. Ein Architekturrahmen kann jetzt jedoch nur unter Berücksichtigung der gewachsenen IT-Land-schaft entwickelt werden. Mit Hilfe einer parallel durchgeführten Top-down- und Bottom-up-Analyse können mit überschaubarem Ressourceneinsatz binnen kurzer Zeit hierfür richtungsweisende Vor-schläge erarbeitet werden, die die vorhandene IT-Landschaft und deren Architekturansätze berück-sichtigen. Dabei dient der Bottom- up-Pfad in erster Linie der Erfassung und Bewertung vorhandener Systeme und Anwendungen, während auf dem Top- down- Pfad vorrangig gegenwärtige und zukünf-tige Informationsbedürfnisse von Geschäftsprozessen erkannt werden. Eine enge zeitliche und per-sonelle Kopplung der beiden Handlungsstränge ist allerdings für den Projekterfolg unverzichtbar. Anhand eines Beratungsprojekts in einem europäischen Telekommunikationsunternehmen wird die Umsetzung dieser Vorgehensweise in einem zeitlich streng befristeten Rahmen erläutert. Dabei wird erkennbar, dass für die Auswahl eines Architekturkonzepts aus mehreren Alternativen letztlich eine strategische Entscheidung der Unternehmensführung benötigt wird.

Inhaltsübersicht

  1. Die Situation junger Unternehmen in neuen Märkten
  2. Ein pragmatisches Vorgehensmodell
  3. Verlauf eines konkreten Projektes
  4. Ergebnisse und Empfehlungen
  5. Literatur

HMD, Heft 217, Februar 2001

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