HMD 219, 38. Jahrgang, Juni 2001

Fertigungsmanagement

Herausgeber: Stefan Meinhardt

Manufacturing-Execution-System (MES)

Anwendernutzen am Praxisbeispiel

Dirk Kozian, Thomas Schulz, Kurt Peteler

Zusammenfassung

Um die Planungs- und Steuerungsaktivitäten eines produzierenden Unternehmens zu beschreiben, finden üblicherweise Begriffe wie ERP, MRP und PPS Verwendung. Die ERP- oder auch MRP-Systeme decken dabei nur die Planung der Ressourcen der Fertigungsprozesse ab, die Steuerung ist nicht Inhalt dieser Systeme. Im PPS findet sich zwar der Begriff Steuerung wieder, aber die derzeit vorhandenen Softwareprodukte decken kaum Steuerungsfunktionen ab. Die Fertigung selbst wird nur am Rande mit Grobplanungssystemen berührt. Eines haben alle diese Softwareprodukte jedoch gemeinsam: Sie planen weit weg vom eigentlichen Geschehen der Fertigungsprozesse. In den meisten Unternehmen besteht daher immer noch der sprichwörtliche Graben zwischen der Büro- und der Maschinenwelt. Diese Lücke zu schließen, muss Ziel jedes Unternehmens sein, das seine Produktivität, Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit steigern will.

Ein Begriff etabliert sich in diesem Zusammenhang seit einiger Zeit auch im deutschsprachigen Raum immer mehr: der des Manufacturing-Execution-Systems, kurz MES genannt. Als integratives Zwischenstück verbinden MES-Systeme die kommerzielle Auftragsbearbeitung der ERP-Ebene mit den Steuerungssystemen der Produktionswelt. Dabei wird eine Brücke zwischen transaktionsorientiertem Denken und ereignisorientiertem Handeln im Unternehmen geschlagen.

Inhaltsübersicht

  1. Definition
  2. Manufacturing-Execution-Systeme (MES)
    1. MES im Kontext der IT-Landschaft im Unternehmen
    2. Detaillierte Funktionsbetrachtung von MES
    3. Typische Fertigungsproblematiken
  3. MES-Lösung in der Lebensmittelindustrie
    1. Anforderungen
    2. Produktionsprozess im Fischverarbeitungswerk
    3. Modellintegration mit InTrack
    4. Datentransfer zwischen ERP und MES
    5. Datentransfer zwischen MES und Steuerungen
    6. Informationsauswertung
  4. Anwendernutzen
  5. Beispiele für Betriebswirtschaftliche Berechnungen
  6. Zusammenfassung

Dieses Heft ist vergriffen, d.h. nicht mehr lieferbar. Eine Neuauflage ist nicht geplant. Die Beiträge aus diesem Heft sind jedoch noch separat und kostenpflichtig bei GBI-Genios erhältlich.

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