HMD 223, 39. Jahrgang, Februar 2002
Elektronische Märkte
Herausgeber: Heidi Heilmann
Elektronische Märkte im Überblick
Stefan Klein, Marcel Gogolin, Martin Dziuk
Zusammenfassung
Bereits 1987 formulierten Malone et al. die auf transaktionskostentheoretischen Erwägungen begründete Vermutung, dass die Verbreitung von Informations- und Kommunikationstechnik zu einer Ausweitung marktlicher Formen des wirtschaftlichen Leistungsaustauschs führen würde. Eine starke Ausweitung elektronischer Märkte ist empirisch erst im Zusammenhang mit dem Internetboom Ende der 90er Jahre nachweisbar. Allerdings ist erst ein Bruchteil der etwa 1500 elektronischen Marktplätze, die weltweit ermittelt wurden [Berlecon Research 2001], auch wirtschaftlich erfolgreich. Vor dem Hintergrund einer 15-jährigen Geschichte von überzeugender ökonomischer Logik und in der Praxis verbreiteten enttäuschten Erwartungen werden in dem vorliegenden Beitrag die Grundlagen elektronischer Märkte knapp resümiert, ihre Entwicklung rekonstruiert und ein Ausblick auf zu erwartende Entwicklungen versucht. Aus Sicht der beteiligten Unternehmungen stellen sich dabei drei Fragen:
- Welche Vorteile besitzen elektronische Märkte gegenüber anderen Koordinationsmechanismen?
- Welche Gestaltungsparameter beeinflussen den Erfolg elektronischer Märkte?
- Unter welchen Rahmenbedingungen sind elektronische Märkte erfolgreich?
Inhaltsübersicht
- Elektronische Märkte - Definition und Abgrenzung
- Gestaltungsoptionen elektronischer Märkte
- Gestaltungsparameter elektronischer Märkte
- Grundtypen elektronischer Märkte
- Die Entwicklung elektronischer Märkte - Theorie und Praxis
- Hypothese 1: "Move to the Market"
- Elektronische Märkte in der Praxis
- Hypothese 2: "Mixed Mode"
- Erfolgsfaktoren elektronischer Märkte
- Entwicklungstrends und Ausblick
- Literatur





