HMD 223, 39. Jahrgang, Februar 2002
Elektronische Märkte
Herausgeber: Heidi Heilmann
Elektronischer Marktplatz zur Personal-Akquisition
Susanne Klaue
Zusammenfassung
Jobbörsen im Internet sind elektronische Marktplätze, die Stellenangebote und Stellengesuche zusammenbringen. Allein im deutschsprachigen Raum gibt es derzeit ca. 300 Jobbörsen. Trotz der großen Zahl an Unternehmen, die Jobbörsen im Internet betreiben, unterscheiden sich die Anbieter sehr stark hinsichtlich Qualität und Quantität [Mülder et al. 2000].
Aus diesem Grund wurde im hier beschriebenen Forschungsprojekt entschieden, eine Jobbörse mit einigen Besonderheiten zu etablieren: Der elektronische Marktplatz zur Personal-Akquisition soll dem Nutzer die Gelegenheit bieten, seine Angaben frei in Textfelder einzugeben. Es soll möglich sein, Daten in unscharfer Form, das heißt z.B. "ein Gehalt von ungefähr 3.000 Euro" bzw. "eine wöchentliche Arbeitszeit von etwa 30 Stunden" einzugeben. Als Nutzer sollen sowohl Privatpersonen als auch Jobvermittlerfirmen und Unternehmen angesprochen werden, deshalb wird unterschieden, ob der Nutzer eine Stelle sucht (Sell-agent) oder anbietet (Buyagent). Die Eingabeoberfläche ist bei beiden Varianten minimal unterschiedlich, wobei alle Daten, die für eine optimierende Jobsuche bzw. ein Jobangebot relevant sind, abgefragt werden. Nach der Eingabe wird ein Softwareagent initiiert, der die Verhandlung durchführt und anschließend den Nutzer per E-Mail über das Ergebnis informiert. Schwerpunkt im Projekt ist vorrangig die Umsetzung dieser Ideen und nicht die Berücksichtigung der rechtlichen Aspekte einer Personalvermittlung/Zeitarbeit.
Inhaltsübersicht
- Aktueller Stand der elektronischen Marktplätze zur Personal-Akquisition
- Merkmale des elektronischen Marktplatzes zur Personal-Akquisition
- Darstellung der informationstechnischen Lösung
- Planungshorizont / Stand der Entwicklungen und Ausblick
- Literatur





