HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik

ISSN 1436-3011

19.03.2010


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Zahlungssysteme / E-Banking

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Sicherheitsmerkmale von elektronischen Zahlungssystemen

Thomas Benninghaus

Zusammenfassung

Elektronische Zahlungssysteme wurden in der Vergangenheit als "Killer-Applikationen" identifiziert und werden als solche auch noch in der Zukunft gesehen. Denn nur durch die sichere Abwicklung von Zahlungsströmen werden Märkte, die vor allem auf den Konsumenten abzielen, den darin anbietenden Unternehmen einen neuen und stabilen Vertriebskanal eröffnen. Der Kunde muss das Gefühl haben, dass seine Zahlungsinformationen sicher zum Geschäftspartner übertragen werden. Hat dieser kein Vertrauen in die Sicherheit seiner Daten, so wird er das offene Netz auch nicht als Vertriebskanal akzeptieren. Die hier vorgestellten Zahlungssysteme sind grundsätzlich als sicher zu bezeichnen. Dabei kommt es aber immer auf die Definition von Sicherheit und die Höhe der Sicherheitsansprüche an, um etwas als sicher einzustufen. Neben den technischen Aspekten gibt es weitere Faktoren, die in eine Sicherheitsbetrachtung mit einfließen müssen. Bei der hier durchgeführten Untersuchung und dem Vergleich der verschiedenen Systeme hat sich gezeigt, dass nicht nur die Sicherheitsaspekte, sondern auch solche Faktoren wie Benutzerfreundlichkeit, Gebühren oder andere Faktoren bei der Akzeptanz des Konsumenten eine große Rolle spielen. Zusammenfassend wird hier festgehalten, dass desto sicherer heute ein System ist, umso geringer ist die Benutzerfreundlichkeit und somit die Akzeptanz durch den Nutzer selber. Doch werden zukünftige Systeme wie das Zahlen per Smartcard oder mobilem Telefon die Bedürfnisse des Nutzers sowie die gesamten Sicherheitsanforderungen erfüllen.

Inhaltsübersicht

  1. Einführung in die Thematik
    1. Zahlungssysteme in der Realität
    2. Zahlungssysteme in offenen Netzen
  2. Kartenbasierte Zahlungssysteme
    1. Magnetstreifenkarten
    2. Smart- oder Chipkarte
    3. ZKA GeldKarte
    4. Prepaid-Karten
  3. Netzwerkbasierte Zahlungssysteme
    1. Rechnung/Einzugsermächtigung/Kreditkarte über SSL
    2. SET-Verfahren
    3. Münzbasierte Zahlungssysteme
    4. Multi-Channel-Payment-Anwendungen
    5. Mobile-Payment-Softwaresysteme
  4. Back-Office-Sicherheitssysteme
    1. Adressvalidierung
    2. Bonitätsüberprüfung
    3. Scoring-Modelle
  5. Fazit
  6. Literatur

HMD, Heft 224, April 2002

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