Enterprise-Portale & Enterprise Application Integration |
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Editorial |
Erfolgreiche Unternehmen arbeiten zurzeit zielstrebig daran,
die Geschäftsprozesse innerhalb und außerhalb des
Unternehmens sowie die Beziehungen zu ihren Kunden,
Zulieferern und Geschäftspartnern zu koordinieren und zu
optimieren.
Neue Technologien auf Basis von offenen Web-Standards
ermöglichen es, die Integration von unternehmensinternen
Systemen und den Systemen der Partner zu verwirklichen. Dies
geschieht auf der Ebene der Endbenutzerinteraktion mit Hilfe
von Enterprise-Portal-Plattformen und bei der
Anwendungsprozessintegration durch den Einsatz von
Enterprise-Application-Integration-Werkzeugen. Enterprise-
Portale und Enterprise Application Integration (EAI)
entwickeln sich somit zunehmend zu integralen Bestandteilen
moderner Systemarchitekturen.
Diese Integrationsinfrastrukturen ermöglichen es den
Unternehmen, Web-Services über Application Server
bereitzustellen, diese Web-Services dann über eine
Application-Integration-Plattform zu Geschäftsprozessen für
die unternehmensinterne als auch für die
unternehmensübergreifende Zusammenarbeit zu kombinieren und
den Anwendern über eine browserbasierte Oberfläche der
Portal-Plattform zugänglich zu machen. Die Portal-Plattform
führt die einzelnen Komponenten für die Anwender zu einem
einheitlichen System zusammen und bietet ihnen einen
rollenbasierten Zugriff auf alle strukturierten als auch
unstrukturierten Informationen und Anwendungen, die sie zur
Erledigung ihrer Aufgaben benötigen, ohne die Quelle oder die
Systemumgebung kennen zu müssen.
Mit dem vorliegenden Heft möchten wir Ihnen mit einer breiten
Auswahl von Themen helfen, ein Verständnis für die Konzepte
und Einsatzmöglichkeiten von Portal- und EAI-Plattformen zu
entwickeln.
Den Anfang machen Schelp und Winter, die in ihrem
Grundlagenbeitrag neben einer Begriffsbestimmung die
verschiedenen Konzepte und das komplementäre Zusammenwirken
von Portalen und EAI beschreiben. Außerdem werden Potenziale
und einige Beispielszenarien für den praktischen Einsatz
dargestellt.
Im zweiten Beitrag geht unser Gastherausgeber Popp auf die
Portallösung der SAP AG ein. Er zeigt auf, wie eine Portal-
Plattform durch die Bereitstellung von umfangreichen,
nutzbringenden Inhalten zur Portallösung für Unternehmen
wird.
Welsch, Dammers und Bauer präsentieren eine der
marktführenden Portal-Plattformen, das IBM WebSphere Portal
mit seinen umfangreichen Funktionen und einem
Anwendungsbeispiel.
Mit welchen strategischen Fragen und potenziellen Risiken
sich ein Unternehmen bei der Einführung einer Portallösung
beschäftigen und welche technischen Anforderungen eine
Portal-Plattform erfüllen muss, arbeitet Müller in seinem
Beitrag am Beispiel des Firmenfinanzportals der Dresdner Bank
heraus.
Mit dem Händlerportal bei Volkswagen zeigt Kirchmaier auf,
wie Mitarbeiter unternehmensübergreifend mit Hilfe eines
Portals aktiv mit allen wichtigen Informationen versorgt
werden können und ein effizienter Kommunikationsfluss
gewährleistet wird.
Im zweiten Teil des Heftes stellen Dangelmaier, Lessing, Pape
und Rüther die Ebenen der Integration von EAI-Lösungen vor,
klassifizieren die unterschiedlichen EAI-Architekturen und
geben Kriterien für den Auswahlprozess bei der Entscheidung
für einen EAI-Anbieter an die Hand.
Schmietendorf, Dimitrov, Lezius und Dumke befassen sich dann
in ihrem Beitrag mit den Komponenten einer EAI-Architektur
und arbeiten ein Vorgehensmodell zur Implementierung heraus.
Am Beispiel eines Integrationsprojektes der Deutschen Bank
beschreibt Gröger, wie in einem realen EAI-Projekt in der
Praxis vorgegangen wurde, um die zur Problemstellung passende
EAI-Architektur zu entwickeln.
Im nächsten Beitrag berichtet Meyer über einen alternativen
Ansatz zur Anwendungsintegration mit Hilfe eines sog. Control
Brokers, der die i.d.R. bereits vorhandenen Werkzeuge einer
IT-Systemlandschaft für die Integration nutzt.
Trapp und Otto stellen die Konsequenzen bezüglich Erfolg oder
Misserfolg bei der Auswahl der richtigen IT-Integration im
Falle von Fusionen und Unternehmenskäufen in den Mittelpunkt
ihres Beitrages.
Anhand eines konkreten Projektes eines global operierenden
Unternehmens der Markenartikelbranche arbeiten Schulze und
Koller Theorie und Praxis bei der Vorgehensweise in EAI-
Projekten heraus.
Wir hoffen, dass Sie wieder viele nützliche Hinweise und
Anregungen finden, die Ihnen bei den anstehenden Portal- und
EAI-Projekten in Ihrem Unternehmen weiterhelfen.
HMD, Heft 225, Juni 2002
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