E-Government |
|
Digitale Signaturen im E-Commerce |
Andreas Bertsch |
Zusammenfassung
Das augenblickliche Interesse am neuen Medium Internet
spiegelt die Bedeutung von Informationen für unsere heutige
Gesellschaft wider. Um die enormen wirtschaftlichen
Potenziale, die im Internet stecken, nutzen zu können, müssen
neue elektronische Kommunikationsformen die gleiche
Sicherheit wie die traditionellen aufweisen. Die Grundlage
des Handelns bilden die elektronisch ausgetauschten Daten,
vorausgesetzt, sie erfüllen folgende Anforderungen:
- Integrität - Die Nachricht erreicht den Empfänger unverändert.
- Authentizität - Die Nachricht stammt wirklich vom angegebenen
Absender.
- Vertraulichkeit - Die Nachricht kann nur der vorgesehene Empfänger
lesen.
- Verfügbarkeit - Die Kommunikation zwischen Absender und Empfänger ist
unbeeinträchtigt.
- Zurechenbarkeit - Das Absenden bzw. Empfangen einer Nachricht kann
unabstreitbar nachgewiesen werden.
Bisherige Konzepte zur Sicherung des E-Commerce mit digitalen
Signaturen sind allerdings in den Aspekten stete
Überprüfbarkeit und Nachhaltigkeit digital signierter
Dokumente problembehaftet; auch eine faire Teilung der
Verantwortlichkeiten beim Senden und Empfangen signierter
Nachrichten ist nicht gegeben, weshalb erst nach Lösung
dieser Probleme ein wirtschaftlich relevanter Einsatz denkbar
wird.
Inhaltsübersicht
- Einleitung
- Digitale Signaturen und handschriftliche Unterschriften
- Verfahren der digitalen Signatur
- Sichere Zuordnung von Schlüsseln
- Interoperabilität digitaler Signaturen
- Sichere Darstellung digital signierter Daten
- Stabilität, Nachhaltigkeit und faires Wirksamwerden
- Stabilität digitaler Signaturen
- Faire Sperrung von Zertifikaten
- Nachhaltigkeit digitaler Signaturen
- Grenzen der Überprüfbarkeit
- Wahrung der Überprüfbarkeit
- Wirksamwerden digital signierter Willenserklärungen
- Möglichkeit zur Kenntnisnahme elektronischer Nachrichten
- Faires Wirksamwerden digital signierter Nachrichten
- Idee der vertrauenswürdig geprüften digitalen Signaturen
- Literatur
HMD, Heft 226, August 2002
|