HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik

ISSN 1436-3011

19.03.2010


Home
Suche
HMD aktuell
Aktuelle Ausgabe
40 Jahre HMD
Vorschau
Buchbesprechungen
HMD-Glossar
Veranstaltungskalender
HMD beziehen
HMD Probeabo
HMD Abo
HMD Einzelheft
Bezugsbedingungen
HMD archiv
HMD Info
Mehr über HMD
Herausgebergremium
Gastherausgeber
Mediadaten
Redaktion /' Verlag
Impressum
Autoren/ Gutachter
Autorenrichtlinien
Autorenfragebogen
Gutachter für die HMD
Beurteilungsbogen

Performance Measurement

[Zurück zum Inhaltsverzeichnis -
- Feedback an den Herausgeber]

Einführung eines agentenbasierten Supply-Chain-Event-Management-Systems
Konzeption, Vorstudie und erste Erfahrungen

Stefan Reinheimer, Roland Zimmermann

Zusammenfassung

Die Internettechnologie hat eine Integration von Unternehmungen mit ihren in der Supply Chain vor- und nachgelagerten Partnern erheblich vereinfacht. Dadurch haben sich die Anzahl der Partner in der Lieferkette und die Komplexität der Verflechtungen immer mehr erhöht. Aus ehemals sequenziellen Beziehungen (Ketten) haben sich zunehmend netzwerkartige Kooperationen entwickelt. Ein Controlling sowohl der Effektivität als auch der Effizienz der logistischen Prozesse wird durch diese Entwicklung immer schwieriger, so dass neue Konzepte zur Planung, Steuerung und Kontrolle der Supply Networks notwendig geworden sind. Der Einsatz von Softwareagenten für das operative Tracking&Tracing von Logistikleistungen über mehrere Stufen des Netzwerkes hinweg sowie das taktisch-strategische Management von Supply Networks eröffnen die Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit des Logistikgeflechts langfristig sicherzustellen und ständig zu optimieren. Der besondere Fokus liegt im geschilderten Projekt darauf, den Aufbau weiterer Datenfriedhöfe zu verhindern. Statt konfirmatorischer Aussagen über die Konformität des Lieferablaufs mit der Lieferplanung, wie es durch EDIFACT- Nachrichten erreicht wird, informieren Softwareagenten nur im Falle einer Soll-Ist-Abweichung die betroffenen Netzwerkpartner individuell und proaktiv. Die Entscheidung, welche Lieferungen im Rahmen der Effizienzsicherung mit welchem Detailgrad einer Überwachung durch Softwareagenten unterzogen werden, wird dabei auf Basis der Auftragskritikalität getroffen. Die notwendige Klassifizierung eines Auftrages wird durch einen Vergleich mit Sendungsprofilen als Ergebnis eines Data-Mining-Ansatzes erreicht. Neben der operativen Optimierung des Supply Chain Managements garantiert der Einsatz von Softwareagenten auf einer taktisch-strategischen Ebene auch die mittel- bis langfristige Effektivität des Logistiknetzwerkes. Erste Ergebnisse des beschriebenen Konzeptes werden aufgrund von Erfahrungen und weiteren Planungen eines global agierenden Industrieunternehmens vorgestellt.

Inhaltsübersicht

  1. Einleitung und Vorüberlegungen
  2. Projektauftrag
    1. Vorgehensweise und Methodik
    2. Projektziele
  3. Konzeption
    1. Systembeschreibung
    2. Systemarchitektur
      1. Koordinationsagent
      2. Beobachtungsagent
      3. Weitere Architekturelemente und Übersicht
    3. Prototyp
  4. Resümee und Perspektiven
  5. Literatur

HMD, Heft 227, Oktober 2002

hosted by dpunkt.verlag