Supplier Relationship Management |
|
Elektronische Kataloge zur Deckung maschinell disponierten Bedarfs |
Frank Herrmann |
Zusammenfassung
Katalogbeschaffungssysteme finden erfolgreichen Einsatz bei der
Beschaffung von Verbrauchsmaterial und zeigen bereits einen hohen
Systemintegrationsgrad. Deswegen kommt ihr Einsatz auch für
Direktmaterial, maschinell disponiertes Material, geringer und
mittlerer Komplexität in Frage. Heute angebotene Systeme erlauben
internen und externen Katalogzugriff und ermöglichen die Beschaffung
bestandsgeführten und sogar konfigurierten Materials.
Direktmaterialbeschaffung über elektronische Kataloge kann die
Stammdatenpflege signifikant reduzieren und dabei schnelle, sichere
elektronische Prozesse ermöglichen. Vorteile ergeben sich
insbesondere in Branchen mit hoher Anzahl
Einzelbeschaffungsvorgänge, die bisher kaum automatisiert sind. Mit
der Direktmaterialbeschaffung einher gehen einige Prozessvarianten,
die heute von Katalogbeschaffungssystemen noch nicht unterstützt
werden, weil sie im Umfeld von Verbrauchsmaterial in der Regel keine
Rolle spielen. Diese Einschränkungen reduzieren die Nutzenpotenziale
der Direktbeschaffung per E-Procurement zwar, der Einsatz bleibt
jedoch interessant.
Inhaltsübersicht
- Einleitung
- Status quo
- Katalogbeschaffung
- Integrationsaspekte gängiger Lösungen
- Abwicklung bestandsgeführten Materials
- Gelagertes Verbrauchsmaterial
- Anforderungen an Katalogmanagement
- Geschlossene und offene Produktvarianten
- Konfiguriertes Material
- Einheitliche Oberfläche
- Direktmaterialbeschaffung
- Anreize für Direktmaterialbeschaffung per E-Procurement
- Unterschiedlichkeit der Branchen
- Einfacher Prozess
- Schwachpunkte
- Realisierungsformen von Direktmaterialbeschaffung
HMD, Heft 228, Dezember 2002
|