HMD 230, 40. Jahrgang, April 2003
Entwicklungsplattformen - Java versus .NET
Herausgeber: Michael Mörike
Den Erfolg von Communities bewerten - ein pragmatischer Ansatz
Peter Schütt
Zusammenfassung
Spätestens seit dem Artikel von Wenger und Snyder im Harvard Business Review [Wenger/Snyder 2000] ist das Thema "Communities" in das Blickfeld der Organisationsentwickler und Wissensmanager gerückt und viele Unternehmen experimentieren damit. Zum einen ist aber das Verständnis, was denn nun eine "Community" ist, sehr unterschiedlich, zum anderen differieren die Erfahrungen so weit, dass es auch schon Unternehmen wie BP gibt, die ihr Community- Experiment als gescheitert erachten [Hansen/Oetinger 2001]. Eines der Hauptprobleme scheint nicht etwa das Design der Communities zu sein, sondern die Messung des Erfolgs. Da sich Communities normalerweise komplexen Themenkreisen im Unternehmen widmen, ist deren Einfluss auf den Geschäftserfolg in der Regel auch von anderen Einflussfaktoren überlagert, so dass sich ein "Return on Investment" in Dollar oder Euro allenfalls abschätzen lässt. Das diskreditiert aber Communities vor den Augen der allmächtigen Controllermentalität modernen Managements, die davon ausgeht, dass man nicht managen kann, was man nicht messen kann.
Wie es trotzdem geht und wie man den Erfolg von Communities nachweisen kann, zeigt dieser Artikel am praktischen Beispiel der IBM, angereichert durch Erfahrungen aus anderen Unternehmen.
Inhaltsübersicht
- Communities in der IBM
- Der Aufbau von Communities
- Messkriterien in der Anfangsphase
- Nur Ergebnisse zählen
- Die Phase der Reife
- Ist ein ROI wirklich messbar?
- Literatur






