HMD 231, 40. Jahrgang, Juni 2003
Neue Konzepte in der Softwareentwicklung
Herausgeber: Heidi Heilmann, Susanne Strahringer
Einsatzerfahrungen mit Personas in der Softwareentwicklung
Andreas Gebauer, Frederik Thormaehlen
Zusammenfassung
Personas definieren das Modell eines Benutzers. Sie werden durch strukturierte Interviews mit zukünftigen Softwareanwendern gefunden. Seit dem Sommer 1998 finden Personas im Softwareentwicklungsprozess der SAP AG zunehmend Anwendung. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass der Mensch immer mehr in den Mittelpunkt der Entwicklung von betriebswirtschaftlicher Standardsoftware rückte. Lange Jahre waren es hauptsächlich Experten innerhalb der Unternehmen, die SAP- Systeme bedienten. Durch die Verbreitung von Intranets steigt jedoch die Zahl der Benutzergruppen, die - neben den Experten - direkt oder indirekt mit SAP-Anwendungen arbeiten. Zur Beschreibung der tagtäglich zu bewältigenden Arbeiten dieser Benutzergruppen sind Personas ein probates Mittel. Dass der Einsatz von Personas den Softwareentwicklungsprozess unterstützen kann, zeigte sich in einem Kundenprojekt mit drei Versicherungsunternehmen und der SAP AG. Es entstanden drei Personas zur Beschreibung der wichtigsten Benutzergruppen im Versicherungsvertrieb.
Inhaltsübersicht
- Was sind Personas?
- Einbettung in den Softwareentwicklungsprozess
- Beispiel für den Einsatz bei der SAP AG
- Überblick
- Personas des Projektes
- Vertriebsführungskraft Christoph Singer
- Vertriebsaußendienstmitarbeiter Lars Brenner
- Vertriebsinnendienstmitarbeiterin Tina Merz
- Erfahrungen
- Aus Personas abgeleitete Spezifikationen
- Personas zur Unterstützung der Arbeit in Projektteams
- Literatur





