IT-Sicherheit |
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Intrusion Detection und Intrusion Prevention |
Stefan Strobel |
Zusammenfassung
Jedes Jahr hat seine Schlagwörter und seine dazugehörigen
Abkürzungen. Auch auf die IT-Sicherheitsbranche trifft
dies zu. Eines der häufigsten Schlagwörter 2003 ist
sicherlich Intrusion Prevention oder Intrusion Protection
als Nachfolge von Intrusion Detection. Dementsprechend
spricht man von IPS (Intrusion-Prevention-System) oder
auch IDP (Intrusion Detection Protection).
Was sich genau hinter IPS verbirgt, sieht aber jeder
Hersteller anders. Völlig unterschiedliche Techniken
nehmen die Bezeichnung IPS für sich in Anspruch. Darunter
sind klassische netzwerkbasierte Intrusion-Detection-
Produkte, die bei einem erkannten Angriff automatisch
versuchen, den Angriff zu blockieren, ebenso wie Web-
Applikations-Filter, die Angriffe auf Applikationsebene
durch eine Analyse aller Webseiten, Formulare, Links und
Benutzereingaben in http-Übertragungen verhindern wollen.
Nähert man sich dem Begriff Intrusion Prevention von der
reinen wörtlichen Bedeutung, so handelt es sich um eine
Technik, die das Ziel hat, einen Angriff zu verhindern.
Diese grundsätzliche Idee ist nicht unbedingt neu. Schon
Firewall-Systeme haben ja den Zweck, Angriffe zu
verhindern, indem Kommunikationsverbindungen auf
diejenigen IP-Adressen und Ports beschränkt sind, die
unbedingt benötigt werden. Dennoch nennt derzeit keiner
der großen Firewall-Hersteller seine Produkte Intrusion
Prevention. Nach dem derzeit üblichen Verständnis im IT-
Sicherheitsmarkt sind Intrusion-Prevention-Systeme nämlich
gerade keine Firewalls, sondern Produkte, die komplementär
dazu Angriffe verhindern können.
Inhaltsübersicht
- IPS auf Basis von musterbasiertem IDS
- Zu wenig Zeit zum Reagieren
- Blockierung durch Spoofing
- Fehlalarme
- IDS mit Erkennung der Intention
- IPS bei Web-Applikationen
- IDS bei Web-Applikationen
- Hostbasiertes IPS
- Zusammenfassung
- Links zu Herstellerseiten
HMD, Heft 236, April 2004
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