Wettbewerbsvorteile durch IT |
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Wettbewerbsvorteile durch IT-Beschaffung: Das Technologieübernahmeparadoxon in der IT |
Holger Schiele |
Zusammenfassung
Investitionen in Informationstechnologie (kurz: IT) werden
nach dem Abklingen der "digitalen Euphorie" kritisch
hinterfragt. So wird auch die Frage gestellt, ob sich eine
Unternehmung durch IT Wettbewerbsvorteile verschaffen
kann. Wettbewerbsvorteile definieren sich immer in
Relation zu Konkurrenten. Haben alle Wettbewerber ein
ähnliches "Digitalisierungsniveau" erreicht, geht es nicht
mehr länger um den rechten Zeitpunkt der Einführung einer
IT-Lösung. Stattdessen rückt nun eine strategische Frage
in den Vordergrund: Kann eine Unternehmung eine Software
günstiger implementieren und effektiver nutzen, als es
ihre Konkurrenz vermag? Diese Situation, dass die gleiche
Software unterschiedliche Produktivitätserfolge in
unterschiedlichen Firmen aufweist, kann unter anderem
durch das "Technologieübernahmeparadoxon" verursacht
werden. Das Paradoxon zeigt, dass Investitionsgüter wie
Produktionsmaschinen häufig nur in ihrer unmittelbaren
Wertschöpfungskette die maximale Produktivität erreichen,
international jedoch weniger gut eingesetzt werden können.
Auch für IT als "normales" Investitionsgut lässt sich die
Existenz des Technologieübernahmeparadoxons zeigen. Daraus
ergeben sich Konsequenzen für die Beschaffung von IT und
ein Schlüssel zur Erzielung von Wettbewerbsvorteilen durch
IT.
Inhaltsübersicht
- Entwicklungsphasen und Produktivitätssteigerung: Die IT auf dem Weg zur "Normalisierung"
- Unternehmerische Wettbewerbsvorteile im Spiegel des Technologieübernahmeparadoxons
- Notwendigkeit einer strategischen Sicht in der IT-Beschaffung
- Das Technologieübernahmeparadoxon: Abhängigkeit der Wettbewerbskraft einer Unternehmung von der gesamten Wertschöpfungskette
- Das Technologieübernahmeparadoxon in der IT: Software als normales Investitionsgut
- Fazit: Wettbewerbsvorteile durch Beschaffung von IT in der Wertschöpfungskette
- Literatur
HMD, Heft 239, Oktober 2004
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