IT im Mittelstand |
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Onlinemedien - Urheberrechtliche Interessenbalance zwischen Primär- und Sekundärmärkten und deren technische Realisierung |
Lutz Niehüser |
Zusammenfassung
Primärmarktanbieter von online verfügbaren Medien, wie
etwa der iTunes Musicstore von Apple, schließen in ihren
allgemeinen Geschäftsbedingungen regelmäßig die
Möglichkeit aus, erworbene Medienexemplare weiterveräußern
zu können. Bei physischen Medienexemplaren hingegen wird
einem Käufer dieses Recht durch den so genannten
Erschöpfungsgrundsatz im deutschen Urheberrecht explizit
eingeräumt. Durch den Ausschluss der
Weiterveräußerungsoption wird die Entstehung von
Sekundärmärkten für online verfügbare Medienexemplare von
vornherein unterbunden. Hierdurch ergibt sich eine
Verschiebung der Marktmacht zu Gunsten der Anbieter von
Medien und zu Lasten der Konsumenten bzw. Eigentümer von
Medienexemplaren. Das Resell Delay
(Wiederverkaufsverzögerung) stellt eine technische Lösung
im Rahmen des Digital Rights Managements (DRM) dar, die
bei Existenz von Sekundärmärkten im Onlinebereich zu einem
Ausgleich der Interessenbalance zwischen Urhebern und
Allgemeinheit führt.
Inhaltsübersicht
- Hintergrund
- Zur Rationalität von Sekundärmärkten
- Rahmenbedingungen für die Entstehung von Sekundärmärkten
- Rechtliche Rahmenbedingungen
- Technische Rahmenbedingungen
- Effizienzpotenzial von Sekundärmärkten für online verfügbare Medien
- Künstliche Verlangsamung des Marktes mit Hilfe eines Resell Delay
- Literatur
HMD, Heft 240, Dezember 2004
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