Business Engineering |
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Identifikation von Best Practices durch Geschäftsprozessmodellierung in öffentlichen Verwaltungen |
Jörg Becker, Lars Algermissen, Patrick Delfmann, Thorsten Falk, Björn Niehaves |
Zusammenfassung
Die Optimierung von Geschäftsprozessen hat in den letzten
Jahren auch im Rahmen der Modernisierung öffentlicher
Verwaltungen mehr und mehr an Bedeutung gewonnen. Die ca.
13.000 deutschen Kommunalverwaltungen zeichnen sich durch
ein größtenteils gleich gelagertes Aufgabenspektrum aus.
Die zur Erbringung dieser Aufgaben erforderlichen
Verwaltungsprozesse lassen potenziell hohe
Strukturanalogien vermuten. Im Rahmen prozessorientierter
Reorganisationsprojekte kann die systematische
Identifikation von Best-Practice-Ansätzen und deren
Übertragung auf andere Verwaltungen einen entscheidenden
Beitrag zur Rationalisierung und Kostenreduktion leisten.
Im Rahmen des Projekts Regio@KomM wurden diese
Zielsetzungen aufgegriffen und 160 Verwaltungsprozesse auf
ihr Reorganisationspotenzial hin untersucht. Die
identifizierten Schwachstellen, Best Practices und
Migrationskonzepte zeigen, dass zur Umsetzung einer
geeigneten informationstechnischen Unterstützung, welche
die Prozessqualität verbessert und die elektronische
Bereitstellung von Verwaltungsdienstleistungen ermöglicht,
eine minimale Menge von organisatorischen Maßnahmen und
IT-Infrastrukturkomponenten notwendig ist. Hier sind z.B.
die Einführung und flexible Handhabung von
Prozessverantwortlichkeiten und Unterschriftsbefugnissen
sowie der Einsatz von virtuellen Poststellen, Dokumenten-
und Workflow-Management-Systemen zu nennen.
Inhaltsübersicht
- Prozessorientierte Reorganisation im Projekt Regio@KomM
- Prozessauswahl und Ist-Modellierung
- Ermittlung des Reorganisationspotenzials
- Aufnahme und Modellierung des Ist-Zustandes
- Schwachstellenanalyse
- Entwicklung von Migrationskonzepten zur Realisierung von Best-Practice-Prozessen
- Literatur
HMD, Heft 241, Februar 2005
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