Virtuelle Organisationen |
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Herausforderungen virtueller Organisation - Sozialkapital als Voraussetzung für das Funktionieren virtueller Organisationen |
Kai Riemer, Stefan Klein |
Zusammenfassung
Das in der Literatur gezeichnete Bild virtueller
Organisationen (VO) und die Wirklichkeit erfolgreicher
Praxisbeispiele weichen stark voneinander ab. Wir
plädieren für einen größeren Realismus im Umgang mit VO,
ihren Zielen und strukturellen Versprechungen. VO als
Organisationsform sind arm an formellen Strukturen, was
auf der Teamebene in der konkre-ten Projektarbeit zu
Problemen führen kann. Insbesondere komplexe,
wissensintensive Pro-jekte stellen hohe Anforderungen an
die Kooperation der Mitarbeiter und damit an die sozialen
Kooperationsstrukturen. Unser Beitrag nutzt das
Sozialkapitalkonstrukt, um Schwachstellen im Konzept der
VO aufzudecken: Organisationale Virtualisierung im Sinne
zwischen-betrieblicher Kooperation bei gleichzeitiger
technologischer Virtualisierung im Sinne IKT-basierter
Kommunikation behindert die natürliche Entstehung sozialer
Teamstrukturen und damit des in der VO benötigten
Sozialkapitals. Auf der anderen Seite kann Sozialkapital
als eine wichtige Komponente zur Lösung bestehender VO-
Probleme gesehen werden. Die Bildung von Sozialkapital
erfordert dabei ein aktives Beziehungsmanagement; wir
präsentieren hierzu entsprechende Managementmaßnahmen.
Inhaltsübersicht
- VO als unterspezifizierte Organisationsform
- Komplexe Projektarbeit in der VO benötigt Sozialkapital
- Anforderungen komplexer Projekte
- Anforderungen wissensintensiver Tätigkeiten
- Sozialkapital als Grundlage der Kooperation
- Strukturelle Defizite der VO
- Herausforderungen zwischenbetrieblicher Kooperation
- Herausforderungen IKT-basierter Kommunikation
- Dilemma virtueller Organisation
- Diskussion typischer VO-Beispiele
- Implikationen für die Praxis
- Strukturelle Maßnahmen
- Sozialkapitalorientiertes Management
- Ausblick
- Literatur
HMD, Heft 242, April 2005
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