HMD 242, 42. Jahrgang, April 2005

Virtuelle Organisationen

Herausgeber: Heidi Heilmann, Hubert Österle, Rainer Alt

Gesellschaftsformen für virtuelle Unternehmensnetzwerke

Harald Benz, Peter Bürkle, Ullrich Kowald

Zusammenfassung

Rechtliche Fragestellungen spielen angesichts der steigenden Verbreitung virtueller Unternehmensformen eine zunehmend wichtigere Rolle. Besonders wichtig ist die Frage nach der Gesellschaftsform, da sich daraus einige weitere Punkte, z.B. Haftung, ergeben. Seit gut einem Jahr sind die Gesellschaftsformen aller EU-Staaten in der gesamten EU wechselseitig zugelassen. Dieser Beitrag stellt grundsätzliche Ergebnisse dar, die das Fraunhofer- Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation im Rahmen des Projektes OPTIMA zusammen mit einem Rechtsanwalt und einem Steuerberater erarbeiten konnte. Dabei geht es insbesondere um Vorteile einer gesellschaftsrechtlichen gegenüber einer schuldrechtlichen Lösung. Durch die besondere Ausgestaltung einer GmbH & Co. KG wird ein Rahmen geschaffen, in dem die beteiligten Partner gemeinschaftlich jeweils angepasste Regelungen für konkrete unterschiedliche Projekte in unterschiedlicher Zusammensetzung realisieren können. Ergänzend wird auf die englische Gesellschaftsform der 'Private Limited' (LTD.) eingegangen.

Inhaltsübersicht

  1. Ausgangslage
  2. Arbeiten im Rahmen des Projektes OPTIMA
  3. Die wichtigsten Aspekte zur Rechtsform
    1. Vertrauen - warum trotzdem explizite (schriftliche) Verträge?
    2. Schuldrechtlicher Vertrag oder gemeinsame Ziele einer Gesellschaft
    3. Risikobegrenzung und Gewinnverteilung
    4. Marktimage und Flexibilität
  4. Gesellschaftsvertrag der "Virtual Solutions GmbH & Co. KG"
    1. GmbH & Co. KG als Einheitsgesellschaft
    2. Der Projektbeschluss
    3. Ergebnisverteilung
  5. Neues auf EU-Ebene - die LTD. als Alternative zur GmbH?
  6. Ausblick
  7. Literatur
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