HMD 243, 42. Jahrgang, Juni 2005

Supply Chain Management

Herausgeber: Knut Hildebrand

Komplexitätsmanagement globaler Supply Chains

Harald Geimer

Zusammenfassung

Der Globalisierung der Märkte und damit des Wettbewerbs folgte eine in den vergangenen Jahren an Dynamik zunehmende Globalisierung der Wertschöpfungsketten. Unternehmen erschließen sich Kostenvorteile durch die Verlagerung von lohnkostenintensiven Arbeitschritten beispielsweise an osteuropäische oder asiatische Standorte. Damit geht jedoch auch eine deutlich zunehmende Komplexität der Lieferketten (Supply Chains) einher. Mögliche Konsequenzen derartiger Supply-Chain-Strukturen sind: Verschlechterungen in der Liefertreue und damit gegebenenfalls die Zunahme einzelner Kostenblöcke, wie etwa der Transportkosten durch häufigere Luftfracht. So können durch Komplexitätssteigerungen Vorteile der globalen Supply Chains zunichte gemacht werden. Patentrezepte zur Reduzierung und Beherrschung von Supply- Chain-Komplexitäten gibt es nicht. Trotzdem können Unternehmen durch zielgerichtete differenzierte Maßnahmen und Vorgehensmodelle Komplexitäten beherrschen und deutliche Kosten- und Leistungsvorteile gegenüber dem Wettbewerb erzielen.

Inhaltsübersicht

  1. Supply-Chain-Komplexität - ein industrieübergreifendes Thema
  2. PRTM-Studie zur Supply-Chain-Komplexität - Erhebungsmethode, erste Resultate
  3. Ursachen der Supply-Chain-Komplexität
  4. Methoden des Komplexitätsmanagements
  5. Vorgehensweise zur Supply-Chain-Komplexitätsoptimierung
    1. Ausgangslage bestimmen
    2. Komplexität analysieren
    3. Lösungswege erarbeiten
    4. Komplexitätsmanagement implementieren
  6. Literatur
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