HMD 243, 42. Jahrgang, Juni 2005

Supply Chain Management

Herausgeber: Knut Hildebrand

Realtime Supply Chain ?! Ansätze aus der Energiewirtschaft im Vergleich zur klassischen Teilelogistik

Detlef Schumann

Zusammenfassung

Wenn man es aus Sicht der klassischen Logistik betrachtet, die sich mit Stück, Palette, Tonne usw. beschäftigt, fällt es schwer, sich etwas Konkretes unter einer Realtime Supply Chain vorzustellen. Was soll das sein? Die Energiewirtschaft befasst sich mit der Thematik der Optimierung von Lieferketten bereits länger, als es den Begriff der Supply Chain gibt - sie ist das Kerngeschäft eines Energie-Dienstleisters. Im Artikel wird eine Lieferkette dargestellt, die völlig ohne Lagerung auskommt (Strom kann man nun mal nicht lagern - bzw. nur sehr bedingt), wodurch es sich somit um eine "echte Realtime Supply Chain" handelt. In diesem Zusammenhang gibt es eine Reihe von Werkzeugen zur Planung und Steuerung, die jeder Lieferkette mit hohen Ansprüchen an eine Quasi-Echtzeitsteuerung neue Anregungen geben könnten (den Lagerbestand auf null zu senken). Der Beitrag liefert einen Einblick in eine besondere Branche und beschreibt die Realtime-Steuerung einer Supply Chain (SC) sowie die daraus resultierenden Aspekte in Abgrenzung zur Teilelogistik.

Inhaltsübersicht

  1. Motivation
  2. Die Supply Chain in der Energiewirtschaft
  3. Planung und Steuerung des Energiemarktes
  4. Übertragbarkeit der Ansätze auf die klassische Logistik
  5. Literatur
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