HMD 243, 42. Jahrgang, Juni 2005

Supply Chain Management

Herausgeber: Knut Hildebrand

Collaborative Customer Relationship Management in Handwerkerverbünden

Carl Frederik Loos, Rainer Wolf, Armin Heinzl

Zusammenfassung

Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, darzulegen, welche Potenziale und Herausforderungen der Einsatz von IKT zur Unterstützung von Handwerkerverbünden impliziert. Forschungssubjekt sind zwei Handwerkerverbünde in Oberfranken, die am Projekt VIKOP/BAULOG (Virtuelle Kooperationsnetzwerke und integrierte Baulogistik im Handwerk) der High-Tech-Offensive Zukunft Bayern teilgenommen haben. Forschungsgegenstand ist die Konzeption und Einführung eines Systems zum unternehmensübergreifenden Kundenbeziehungsmanagement (Collaborative Customer Relationship Management - C-CRM). Obwohl aus der Sicht von Handwerksbetrieben die Schnittstelle zum Kunden äußerst erfolgskritisch ist, wurde diese Thematik bislang vernachlässigt. Als Erkenntnismethode wurde die Aktionsforschung angewandt. Um die Potenziale und Herausforderungen eines gemeinschaftlichen Kundenbeziehungsmanagements analysieren zu können, war es erforderlich, ein den fachlichen Bedürfnissen und finanziellen Möglichkeiten des Handwerks entsprechendes C-CRM-System zu konzipieren und zu implementieren. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht ein Open-Source-basierter Systemkern, der den situativen Bedürfnissen angepasst und anschließend eingeführt wurde. Der Fokus der Ausführungen liegt auf dem Prozess der Konzeption und der Einführung des Systems, einer ersten Analyse der bisherigen Nutzungserfahrungen und einer vorläufigen Betrachtung von Einsatzpotenzialen.

Inhaltsübersicht

  1. Organisationsformen im Bauhaupt- und -nebengewerbe
    1. Traditionelle Organisationsformen in der Bauwirtschaft
    2. Handwerkerverbünde als virtuelle Organisationsform
  2. Informationstechnologie als Katalysator von Handwerkerverbünden
    1. Besonderheiten des IKT-Einsatzes im Baugewerbe
    2. Koordinationsrelevanz von IKT in Handwerkerverbünden
  3. Entwicklungsprozess und Einführungserfahrungen von C-CRM in Handwerkerverbünden
    1. Forschungsdesign
    2. Funktionale und finanzielle Anforderungen
    3. PHProjekt als Systemkern und Modifikationen
    4. Erweiterte Funktionalität des Prototyps
    5. Einführung des Systems
  4. Mögliche Weiterentwicklungen
  5. Literatur
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