HMD 245, 42. Jahrgang, Oktober 2005

Outsourcing

Herausgeber: Susanne Strahringer

"Mobile Computing" im Kontext von medizinischem Demand und Disease Management

Andreas Meer, Christian Simonin

Zusammenfassung

Demand und Disease Management sind neue medizinische Versorgungsmodelle, die durch die Informations- und Kommunikationstechnologie wesentlich unterstützt werden. Im Gegensatz zur traditionellen medizinischen Gesundheitsversorgung findet der Patientenkontakt oft virtuell, zeit- und lokalisationsunabhängig statt. Das vorherrschende Paradigma, medizinische Daten- und Informationen primär anlässlich einer physischen Konsultation mit einer medizinischen Fachperson auszutauschen, wird dadurch relativiert.

Obschon mobile Anwendungen die neuen medizinischen Versorgungsprozesse unterstützen können und die technischen Lösungsansätze dahinter oft bestechend sind, kommt es häufig nicht zu einem nachhaltigen Erfolg. Das Gesundheitswesen ist ein komplexes System, das durch verschiedene Parteien mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Beziehungen und Anreizen geprägt ist. Aus diesem Grund ist beim Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie im Gesundheitswesen neben der technischen ebenso eine kulturelle, politische und ökonomische Sichtweise angebracht.

Der vorliegende Artikel gibt eine Einführung zu den medizinischen Versorgungsmodellen Demand und Disease Management. Anhand einiger exemplarischer Anwendungen werden die Möglichkeiten und Grenzen von "Mobile Computing" in diesen Bereichen diskutiert.

Inhaltsübersicht

  1. Einführung
  2. Demand und Disease Management
    1. Demand Management
    2. Mobile Anwendungen und Demand Management
    3. Disease Management
    4. Mobile Anwendungen und Disease Management
  3. Diskussion
  4. Literatur
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