IT-Governance
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Moden und Nachhaltigkeit in der Wirtschaftsinformatik |
Peter Mertens |
Zusammenfassung
Ähnlich wie in der Energiewirtschaft und im Umweltschutz
müssen sich Informatik und Wirtschaftsinformatik darauf
einstellen, dass das bisherige exponentielle Wachstum
nicht von Dauer sein kann. Dafür sprechen u.a. die
physikalischen Grenzen der Halbleitertechnik und das
Ausbleiben eines Technologiesprunges, der dem Übergang von
der Bipolar- zur CMOS-Technik Anfang der siebziger Jahre
vergleichbar wäre.
Die bisher erreichten Fortschritte bei den
Anwendungssystemen dürften unumkehrbar sein, Rückschläge
bei Dispositionssystemen sollten überwunden werden, die
weitere Differenzierung muss in Richtung auf Branchen und
Betriebstypen gehen. Hierzu sind Erfolg versprechende
Entwicklungen, z.B. SOA (Service-Oriented Architecture),
im Gang.
Nach wie vor leidet die Wirtschaftsinformatik unter
zahlreichen unreflektierten Modeströmungen, die
interessierte Kreise z.T. hinter einer undisziplinierten,
affektierten Sprache zu verbergen suchen. Ein Ausweg
könnte sein, ohne Rücksicht auf Moden und Zeitgeist
konsequent einem Langfristziel "Vollautomation"
entgegenzuarbeiten. Über der Zeitachse erkennt man
interessante Weiterentwicklungen von Systemen in diese
Richtung.
Inhaltsübersicht
- Nachhaltigkeit
- Übertriebene Modeerscheinungen in der IT
- Moden und Nachhaltigkeit des Faches Wirtschaftsinformatik
- Leitbild und konkrete Utopie als Hilfe?
- Literatur
HMD, Heft 250, August 2006
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