eHealth
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Vernetzungsfähigkeit im Gesundheitswesen - Notwendigkeit, Bewertung und systematische Entwicklung als Voraussetzung zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit administrativer Prozesse |
Anke Gericke, Peter Rohner, Robert Winter |
Zusammenfassung
Das Gesundheitswesen ist durch eine geringe Arbeitsteilung und
jährlich steigende Kosten geprägt. Zur Steigerung von Effektivität
und Effizienz haben andere Branchen eine hohe Arbeitsteilung und
ausgeprägte Vernetzung realisiert, insbesondere durch den Einsatz
von IT-Mitteln. Im Gesundheitswesen geht die Vernetzung jedoch nur
sehr langsam und nicht auf breiter Front voran. Vernetzungsansätze
auf technischer Ebene oder zur Prozessoptimierung existieren
bereits, aber ganzheitliche Ansätze fehlen. In diesem Artikel wird
zuerst ein generisches, ganzheitliches Framework zur Gestaltung von
vernetzten Strukturen vorgestellt. Danach wird das Konzept der
Vernetzungsfähigkeit - der Eigenschaft, sich rasch und bei geringen
Rüstkosten durch m:n-Beziehungen mit Partnern vernetzen zu können -
eingeführt. Zur Bewertung der Vernetzungsfähigkeit wird ein
Reifegradmodell skizziert, das auf der Definition von
Entwicklungsstufen für bestimmte Gestaltungsobjekte basiert.
Aufbauend auf diesen Grundlagen erfolgt die Adaption des
vorgestellten Frameworks auf das Gesundheitswesen, wobei das
Framework um gesundheitsspezifische Aspekte erweitert wird. Danach
wird das Konzept der Vernetzungsfähigkeit auf das Gesundheitswesen
übertragen. Hierzu wurde mit unterschiedlichen Akteuren des
Gesundheitswesens ein explorativer Workshop durchgeführt, um die
wesentlichen Gestaltungsobjekte der Vernetzungsfähigkeit zu
identifizieren. Der Artikel schließt mit der Beschreibung des
Vorgehens zur Validierung der gewonnenen Erkenntnisse und deren
Weiterentwicklung.
Inhaltsübersicht
- Einleitung
- IT als Enabler der Transformation des Gesundheitswesens
- Generisches Konzept für die ganzheitliche Gestaltung vernetzter Strukturen
- Bewertung und systematische Entwicklung der Vernetzungsfähigkeit
- Adaption des Business-Engineering-Frameworks auf das Gesundheitswesen
- Hypothese über die Gestaltungsobjekte der Vernetzungsfähigkeit im Gesundheitswesen
- Zusammenfassung und Ausblick
- Literatur
HMD, Heft 251, Oktober 2006
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