eHealth
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Krankenhausinformationssysteme als Architekturpfeiler des eHealth |
Hans-Ulrich Prokosch |
Zusammenfassung
Die Grenzen zwischen ambulantem Sektor und stationärem Sektor
beginnen im deutschen Gesundheitswesen zu verschwinden.
Sektorübergreifende Behandlungskonzepte sorgen für neue Formen der
Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten.
Informationstechnologien werden in diesem Kontext als strategisch
wichtige Komponente angesehen. Die Kommunikationsbeziehungen
zwischen dem Krankenhaus und seinen Partnern aus den anderen
Sektoren des Gesundheitswesens müssen durch möglichst effiziente IT-
Lösungen unterstützt werden. Kranken-hausinformationssysteme müssen
diesen neuen Anforderungen gerecht werden und sich nach außen
öffnen. Daraus resultierende grundlegende Anforderungen sind (1) die
Unterstützung bidirektionaler Telekonsultationen mit einmaliger
Übertragung von Bildern/Videos, (2) der Aufbau einer
sektorübergreifenden elektronischen Patientenakte, in der von den
verschiedenen Behandlungspartnern eine strukturierte und auswertbare
klinische Dokumentation durchzuführen ist, und (3) die Übermittlung
von Befunden/Entlassbriefen an persönliche elektronische
Gesundheitsakten, die unter der Kontrolle und Pflege durch den
mündigen Bürger stehen. Alle diese Aktivitäten müssen unter
Berücksichtigung der derzeit laufenden Bemühungen zum Aufbau einer
Telematikplattform für das deutsche Gesundheitswesen sowie der
Einführung der elektronischen Gesundheitskarte, elektronischer
Heilberufsausweise und des elektronischen Rezepts angegangen werden.
Inhaltsübersicht
- Einleitung
- Anwendungsszenarien
- Der Zugriff des Patienten auf seine elektronische Krankenakte im KIS
- Die persönliche elektronische Gesundheitsakte des Patienten
- Der Zugriff niedergelassener Ärzte auf die elektronische Krankenakte im KIS
- Die elektronische Übermittlung von Arztbriefen an weiterbehandelnde Ärzte
- Konsultationsbeziehungen zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhausärzten
- Die sektorübergreifende elektronische Patientenakte
- Diskussion und Ausblick
- Literatur
HMD, Heft 251, Oktober 2006
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