An CRM-Systeme haben wir uns ja gewöhnt. Ständig müssen
wir den Umweg übers CRM gehen, wenn wir erfahren, dass ein
Mitarbeiter unseres Kunden mal wieder eine neue Durchwahl
hat oder gleich ganz den Kunden gewechselt hat oder der
Kunde den Mitarbeiter oder ein Kunde den anderen Kunden
absorbiert hat. Dafür können wir mit maximaler Präzision
den Kunden vertrieblich sezieren: Er bekommt
Geburtstagspost, ein seinem Sozialindex angemessenes
Anschreiben und wir schließen ihn in die eine oder andere
Vertriebskampagne ein, weil er z.B. gerade seinen Wohnort
gewechselt hat.
Der Kunde dankt es dann durch einen herzlichen Empfang
unseres neuesten E-Mail-Rundschreibens, unserer immer
wieder gerne im Postfach vorgefundenen
Weihnachtsrabattaktion, oder der gemeinsame Kunde erhält -
wenn einer unserer Vertriebsmitarbeiter zu einem
Wettbewerber wechselt - die abwechslungsreiche E-Mail
freundlicherweise gleich von mehreren Seiten. Zudem kann
er sich stets seines persönlichen Status vergewissern,
indem er ihn aus der Tonalität unseres Anschreibens
ableitet: Aus "Nicht vergessen: In 7 Tagen ist
Fälligkeitstag" wird dann über die Zeit: "Sehr geehrter
Herr Mustermann, wir möchten Ihnen gerne unseren neuen
Fluxx-Generator im Rahmen einer kleinen Feierlichkeit in
Marbella vorstellen"...
Nun liegt jedoch die eigentliche Würze einer
wissenschaftlichen Annäherung an dieses Thema in der
Anwendung der überall präsenten kosmischen Symmetrie! Denn
fast alles ist symmetrisch: Elementarteilchen, Flugzeuge,
eine Internetverbindung und damit auch die Verteilung von
Rollen bei der B2B-Integration entlang der Supply Chain.
So entstand in einer produktiven Nacht cleverer
Marketingstrategen eines innovativen Beratungsunternehmens
der Begriff des Supplier Relationship Management. Nun
mögen die meisten Unternehmen eher mehr Customer als
Supplier haben (eine Wurzel aller Wertschöpfung ist ja der
Mensch - und der ist Mitarbeiter, nicht Lieferant).
Dennoch gibt es genug Potenzial, das Supplier Relationship
Management systematischer anzugehen und in Software zu
gießen. Hier einige Ideen, wie der geneigte Supplier
mithilfe der "Mass-Customization" durchs Jahr begleitet
werden kann:
Weihnachtsrabattaktion. Wir bieten 10 % Nachlass im
Einkauf von Hochdruckkompressoren in der Weihnachtszeit.
Die neuen Frühjahrsverträge sind da! Neue Konditionen,
neue Fristen, neue Einkaufskonditionen - jetzt zugreifen,
solange Verträge vorhanden sind!
Der Sundowner für Supplier im August! Wir schlagen
vor, dass Sie sich mit folgenden Wettbewerbern
zusammenschließen, dafür erhalten Sie nur 15 % reduzierte
Einkaufspreise.
Indian Summer - goldene Preise für Supplier: Die neuen
Spezifikationen unserer Fluxx-Kompressoren sind
erhältlich. Jetzt zuschlagen und gute Bedingungen für
Komponentenlieferanten sichern!
Sondereinkaufsaktion: "Sehr geehrter RA Dr. Thomsen,
herzlichen Glückwunsch zum Umzug Ihrer Sozietät in die
Schlossallee! Wir möchten Ihnen daher - statusgerecht -
unsere Einkaufskonditionen für Individuallieferanten
zukommen lassen und in diesem Zuge den Stundensatz von
320,- € auf 300,- € begradigen. Nochmals herzlichst, Ihre
Fluxxware Beschaffungsabteilung."
Liquidationseinkauf! Wir nehmen alles ganz billig ab.
Bis zu 70 % Reduktion der Einkaufspreise. Kommen Sie jetzt
und nehmen Sie unsere Konditionen in Anspruch - oder
bleiben Sie auf Ihrer Liquidationsmasse sitzen.
Get rich now! ...
Herrlich! Genial! Nur durch das Wechseln von "Customer" zu
"Supplier" öffnet allein der neue Begriff bereits
Schleusentore für unendlich viele neue Geschäftsideen. Ich
bin dann mal weg und gründe mein nächstes Start-up ...
Einwurf
von Michael Merz
Vom großen Glück, "Managed Supplier" zu sein ...
An CRM-Systeme haben wir uns ja gewöhnt. Ständig müssen wir den Umweg übers CRM gehen, wenn wir erfahren, dass ein Mitarbeiter unseres Kunden mal wieder eine neue Durchwahl hat oder gleich ganz den Kunden gewechselt hat oder der Kunde den Mitarbeiter oder ein Kunde den anderen Kunden absorbiert hat. Dafür können wir mit maximaler Präzision den Kunden vertrieblich sezieren: Er bekommt Geburtstagspost, ein seinem Sozialindex angemessenes Anschreiben und wir schließen ihn in die eine oder andere Vertriebskampagne ein, weil er z.B. gerade seinen Wohnort gewechselt hat.
Der Kunde dankt es dann durch einen herzlichen Empfang unseres neuesten E-Mail-Rundschreibens, unserer immer wieder gerne im Postfach vorgefundenen Weihnachtsrabattaktion, oder der gemeinsame Kunde erhält - wenn einer unserer Vertriebsmitarbeiter zu einem Wettbewerber wechselt - die abwechslungsreiche E-Mail freundlicherweise gleich von mehreren Seiten. Zudem kann er sich stets seines persönlichen Status vergewissern, indem er ihn aus der Tonalität unseres Anschreibens ableitet: Aus "Nicht vergessen: In 7 Tagen ist Fälligkeitstag" wird dann über die Zeit: "Sehr geehrter Herr Mustermann, wir möchten Ihnen gerne unseren neuen Fluxx-Generator im Rahmen einer kleinen Feierlichkeit in Marbella vorstellen"...
Nun liegt jedoch die eigentliche Würze einer wissenschaftlichen Annäherung an dieses Thema in der Anwendung der überall präsenten kosmischen Symmetrie! Denn fast alles ist symmetrisch: Elementarteilchen, Flugzeuge, eine Internetverbindung und damit auch die Verteilung von Rollen bei der B2B-Integration entlang der Supply Chain. So entstand in einer produktiven Nacht cleverer Marketingstrategen eines innovativen Beratungsunternehmens der Begriff des Supplier Relationship Management. Nun mögen die meisten Unternehmen eher mehr Customer als Supplier haben (eine Wurzel aller Wertschöpfung ist ja der Mensch - und der ist Mitarbeiter, nicht Lieferant). Dennoch gibt es genug Potenzial, das Supplier Relationship Management systematischer anzugehen und in Software zu gießen. Hier einige Ideen, wie der geneigte Supplier mithilfe der "Mass-Customization" durchs Jahr begleitet werden kann:
Herrlich! Genial! Nur durch das Wechseln von "Customer" zu "Supplier" öffnet allein der neue Begriff bereits Schleusentore für unendlich viele neue Geschäftsideen. Ich bin dann mal weg und gründe mein nächstes Start-up ...
Dr. Michael Merz Ponton Consulting GmbH Dorotheenstr. 60 22301 Hamburg merz@ponton-consulting.de www.ponton-consulting.de