Web 3.0 & Semantic Web
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Inhalt
Die Begriffsdefinition der dritten Generation des Web, Web
3.0, ist noch umstritten. Einige Experten stellen die Formel
Web 2.0 + Semantic Web = Web 3.0 auf und unterstreichen,
dass die Zukunft des Web im Zusammenführen der sozialen
Aspekte (Web 2.0) mit semantischer Interoperabilität
(Semantic Web) liegt.
Das semantische Web (Semantic Web) zielt darauf ab,
Informationen und Multimedia-Inhalte aufgrund ihrer
Bedeutung miteinander zu verknüpfen und nutzbar zu machen.
Die Inhalte des Web sollen von Maschinen interpretiert und
miteinander in Beziehung gebracht werden. Möchte ein
Webnutzer als Beispiel Berlin bereisen, werden ihm
Kartenmaterial, Hinweise zu Sehenswürdigkeiten, Hotels,
Restaurantführer, Bild- und Musiksammlungen, Wetterangaben
etc. zur Verfügung gestellt. Er kann damit seine Reise
planen oder das semantische Web als Reisebegleiter jederzeit
nutzen.
Damit das semantische Web von Rechnern interpretiert und
verarbeitet werden kann, müssen Wissens- und Begriffsmodelle
(Ontologien) aufgebaut und unterhalten werden. Im
Unterschied zum Information Retrieval oder anderen Verfahren
für unstrukturierte Daten wird beim semantischen Web die
Bedeutung der Inhalte und Links mit Sprachen explizit
angeschrieben (Annotation). Dadurch werden
Kategorisierungsmöglichkeiten erweitert sowie Such- und
Beziehungsprozesse verbessert.
Das Schwerpunktheft HMD 271 enthält einen Grundlagenbeitrag
über die wichtigsten Begriffe und Verfahren des Web 3.0.
Darauf aufbauend werden Beiträge zur Wissenspräsentation und
Annotation von Webinhalten gegeben und konkrete Ontologien
vorgestellt. Anwendungsbeispiele und Projekte aus der Praxis
sollen ermöglichen, das Potenzial des Social Semantic Web zu
erkennen und für eigene Zwecke zu nutzen.
HMD, Heft 271, Februar 2010
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