HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik

ISSN 1436-3011

13.03.2010


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Web 3.0 & Semantic Web

Herausgeber: Urs Hengartner, Andreas Meier

Vorschau

Inhalt

Die Begriffsdefinition der dritten Generation des Web, Web 3.0, ist noch umstritten. Einige Experten stellen die Formel Web 2.0 + Semantic Web = Web 3.0 auf und unterstreichen, dass die Zukunft des Web im Zusammenführen der sozialen Aspekte (Web 2.0) mit semantischer Interoperabilität (Semantic Web) liegt.

Das semantische Web (Semantic Web) zielt darauf ab, Informationen und Multimedia-Inhalte aufgrund ihrer Bedeutung miteinander zu verknüpfen und nutzbar zu machen. Die Inhalte des Web sollen von Maschinen interpretiert und miteinander in Beziehung gebracht werden. Möchte ein Webnutzer als Beispiel Berlin bereisen, werden ihm Kartenmaterial, Hinweise zu Sehenswürdigkeiten, Hotels, Restaurantführer, Bild- und Musiksammlungen, Wetterangaben etc. zur Verfügung gestellt. Er kann damit seine Reise planen oder das semantische Web als Reisebegleiter jederzeit nutzen.

Damit das semantische Web von Rechnern interpretiert und verarbeitet werden kann, müssen Wissens- und Begriffsmodelle (Ontologien) aufgebaut und unterhalten werden. Im Unterschied zum Information Retrieval oder anderen Verfahren für unstrukturierte Daten wird beim semantischen Web die Bedeutung der Inhalte und Links mit Sprachen explizit angeschrieben (Annotation). Dadurch werden Kategorisierungsmöglichkeiten erweitert sowie Such- und Beziehungsprozesse verbessert.

Das Schwerpunktheft HMD 271 enthält einen Grundlagenbeitrag über die wichtigsten Begriffe und Verfahren des Web 3.0. Darauf aufbauend werden Beiträge zur Wissenspräsentation und Annotation von Webinhalten gegeben und konkrete Ontologien vorgestellt. Anwendungsbeispiele und Projekte aus der Praxis sollen ermöglichen, das Potenzial des Social Semantic Web zu erkennen und für eigene Zwecke zu nutzen.

HMD, Heft 271, Februar 2010

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