HMD-Gesamtglossar

Dieses akkumulierte HMD-Gesamtglossar wird laufend in Übereinstimmung mit den Einzelheft-Glossaren fortgeschrieben und enthält die Definition von Begriffen ab Heft 227 (Oktober 2002) bis Heft 284 (April 2012) einschließlich.

B

Backsourcing
Wird nach erfolgtem Outsourcing eine ausgelagerte Dienstleistung wieder "zurückgeholt", also intern erbracht, so spricht man von Backsourcing. Der Begriff betont den Wechsel von der Fremd- zurück zur Eigenerstellung. Es kann als eine Variante des Insourcings betrachtet werden und wird deshalb gelegentlich auch als Re-Insourcing bezeichnet. (HMD 245)
Balanced Scorecard (BSC)
Die Balanced Scorecard (BSC) ist ein methodischer Ansatz aus dem Performance Measurement. Die strategische Steuerung von Unternehmen wird hier nicht mehr als eindimensionale und an finanziellen Größen ausgerichtete Aufgabe verstanden, sondern durch eine mehrdimensionale Sichtweise ersetzt. Ein Unternehmen wird parallel über mehrere Perspektiven und diesen zugeordnete Kennzahlen (oft KPI oder - Key Performance Indicator) gesteuert. Die BSC unterstützt die Präzisierung, Operationalisierung und Umsetzung der strategischen Planung. Diese aus der Unternehmenssteuerung kommende Konzeption wird auch auf einzelne Unternehmensbereiche, wie beispielsweise die IT, übertragen. Typische Perspektiven in BSCs für die IT-Steuerung sind Finanz-, Kunden-, Prozess- und Mitarbeiterperspektive. In der Praxis findet man weitere Perspektivenbildungen, so z.B. die Lieferantenperspektive (bei intensivem Outsourcing) oder eine Sicherheitsperspektive.
Die Balanced Scorecard (BSC) ist auch ein Instrument, das die Lücke zwischen der Entwicklung und Formulierung einer Strategie und ihrer Umsetzung schließen will. Für diesen Prozess des "translating strategy into action" kommt häufig eine vierdimensionale Sichtweise "Finanzen, Geschäftsprozesse, Kunde, Lernen/Entwicklung" zur Anwendung. Verschiedene Unternehmen verwenden die Balanced Scorecard mittlerweile als organisatorischen Rahmen für ihren (gesamten) Managementprozess. (HMD 227, HMD 254, HMD 282)
Bare-Metal Hypervisor
siehe Native Hypervisor. (HMD 275)
Barrierefreiheit
Barrierefreiheit bedeutet, dass IT-Lösungen so gestaltet sind, dass sie unabhängig von etwaigen Behinderungen oder Beeinträchtigungen der Benutzer verwendet werden können. Im eGovernment ist Barrierefreiheit von besonderer Bedeutung, weil sie wesentliches Hilfsmittel sein soll, die "digitale Kluft" zu vermeiden (eInclusion). (HMD 265)
Basel II
1988 legte der Baseler Ausschuss für Bankaufsicht (i. E. Vertreter der Zentralbanken und der nationalen Aufsichtsbehörden der führenden Industrieländer) mit Basel I Eigenkapitalrichtlinien für Banken in Abhängigkeit von vergebenen Krediten fest. Basel II (beschlossen zum 4. Quartal 2003, geltend ab 1.1.2007) erweitert diese Richtlinien. Berücksichtigt bei der Absicherung durch Eigenkapital der Banken werden in Basel II auch die individuellen Ausfallrisiken von Krediten an Bankkunden sowie sog. operative Risiken der Banken (z.B. IT- Ausfall, Naturkatastrophen). Außerdem werden die aufsichtlichen Prüfungsverfahren und die Transparenz des bankseitigen Risikomanagements erweitert. Basel II hat Auswirkungen sowohl auf die Anwendungssysteme in Banken (z.B. sind Ratingverfahren einzuführen oder extern in Anspruch zu nehmen) als auch auf die Anwendungssysteme bei Kreditnehmern (umfassende IT-gestützte Berichterstattung an die kreditgebende Bank). Abhängig vom individuellen Ausfallrisiko haben letztere auch mit ungünstigeren Kreditkonditionen zu rechnen. (HMD 233; 22.8.2004)
Bebauungsplan (Bebauungsdiagramm)
In der Regel ist dies eine zweidimensionale Visualisierung einer Anwendungslandschaft, die die Abdeckung (Bebauung) der Elemente beider Dimensionen mit Anwendungen veranschaulicht. Ein typischer Bebauungsplan kann beispielsweise auf den Dimensionen Geschäftsprozess und Organisationseinheit basieren und aufzeigen, welche Anwendungen welche Prozesse unterstützen und in welchen Organisationseinheiten genutzt werden. Bebauungspläne als spezielle Form einer Softwarekarte sind somit besonders geeignet, Abhängigkeiten aufzuzeigen. Neben Anwendungen sind prinzipiell auch andere Bebauungsobjekte (z.B. Datenbanken, Services) möglich.
Die Begriffe Bebauungsplan und -diagramm werden häufig synonym benutzt, lediglich in einem engeren Sinne wird mit Plan eine Soll- oder Zielstruktur assoziiert. (HMD 262)
Benchmarking
Benchmarking ist der regelmäßige Vergleich von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen mittels Kennzahlen (den Benchmarks) zwischen verschiedenen Unternehmen oder Organisationen. Ziel ist es, aus den Unterschieden in den Benchmarks Verbesserungsmöglichkeiten in den teilnehmenden Organisationen zu erkennen und entsprechende Veränderungsmaßnahmen einzuleiten. Dabei werden oftmals auch die Vorgehensweisen der besseren oder leistungsfähigen Organisationen als Best Practice angesehen und übernommen. Voraussetzungen für erfolgreiches Benchmarking sind neben der regelmäßigen Durchführung die Vergleichbarkeit und die Verfügbarkeit der Kenngrößen sowie die vertrauliche Handhabung der von den Teilnehmern vorgelegten Daten. (HMD 227, HMD 254)
Beschwerdemanagement
Das Beschwerdemanagement umfasst alle systematischen Maßnahmen, die ein Unternehmen dann ergreift, wenn ein Kunde seine Unzufriedenheit mit der erbrachten Leistung des Unternehmens äußert. Dabei unterscheidet man zwischen Maßnahmen, bei denen direkter Kundenkontakt herrscht (direktes Beschwerdemanagement), und unternehmensinternen Prozessen, von denen Kunden nur indirekt betroffen sind (indirektes Beschwerdemanagement). Ziel ist es, den Kunden zufriedenzustellen und die Kundenbeziehung zu erhalten. (HMD 282)
Best Practice
Lösungen, die bereits realisiert wurden und ihre Zielvorgaben mit den besten Ergebnissen erfolgreich erreicht haben. Es wird ein Vergleich angestrebt, damit mögliche Fehlerquellen bei ähnlichen zu entwickelnden Lösungen von Anfang an ausgeschlossen werden können. Im Gegensatz zur besten möglichen Lösung ist Bezugspunkt von "Best Practice" lediglich die beste realisierte Lösung. "Best Practice" muss nicht unbedingt von einem Wettbewerber stammen, oft sind es gerade branchenübergreifende Benchmarkingprozesse (Benchmarking), die den größten Fortschritt erzeugen. (HMD 227; 22.8.2004)
Betriebliche Umweltinformatik (BUI)
BUI ist auf der Schnittstelle von Umweltinformatik und Wirtschaftsinformatik angesiedelt und beschäftigt sich u.a. mit den ökonomischen Aspekten der Umweltinformatik und den betrieblich relevanten Informationssystemen (betriebliche Umweltinformationssysteme). (HMD 274)
Betriebliches Umweltinformationssystem (BUIS)
Ein BUIS stellt ein organisatorisch-technisches System zur systematischen Erfassung, Verarbeitung und Bereitstellung umweltrelevanter Informationen in einem Unternehmen dar [Rautenstrauch: Betriebliche Umweltinformationssysteme. Berlin, 1999, S. 11].
Aufgrund der breiten Ausrichtung lassen sich unter dem Oberbegriff BUIS eine Vielzahl von Systemen mit unterschiedlichen Aufgaben subsumieren. Entscheidend sind dabei die beiden Merkmale "Umweltrelevanz" und "betriebliche Relevanz": Im Gegensatz zum Umweltinformationssystem beschäftigen sich BUIS mit der Analyse, Bewertung und Unterstützung betrieblich relevanter Umweltaspekte.
BUIS können sehr spezifische Ausprägungen aufweisen. Beispielsweise können sie als produktionsnahe Systeme der Energie- und Materialflussanalyse dienen, zur Unterstützung des Ökocontrollings herangezogen werden oder auch als Berichts- und Auskunftssysteme z.B. für die Nachhaltigkeitsberichterstattung ausgestaltet sein. (HMD 274).
Betriebsdatenerfassung (BDE)
Die Betriebsdatenerfassung manifestiert sich als operative Aufgabe der Produktionssteuerung. Über verschiedene Eingabegeräte, z.B. Touchscreen-Displays an ausgewählten Bearbeitungsstationen, werden aktuelle Kenndaten der Produktion erfasst, z.B. Bearbeitungs- und Rüstzeiten, produzierte Stückzahlen oder Kapazitätsauslastungsgrade. Neben dem Produktionscontrolling im engeren Sinne (Produktionssteuerung) fließen die Daten in die betriebliche Kostenrechnung sowie Kalkulation ein. (HMD 272)
Beziehungsmanagement
Beziehungsmanagement (Partner Relationship Management, PRM) umfasst alle Maßnahmen zur Planung, Durchführung und Kontrolle der Initiierung, Stabilisierung, Verbesserung und Beendigung von zwischenbetrieblichen Beziehungen zu Geschäftspartnern wie Lieferanten, Kunden, Wettbewerbern oder Non-Profit-Organisationen mit dem Ziel, die Wettbewerbssituation des Unternehmens zu sichern und zu verbessern. (HMD 259)
Blended Learning
Der Begriff Blended Learning bezeichnet eine Schulungsform, bei der konventionelle Lehr- und Lernformen in Präsenzveranstaltungen mit solchen des eLearning kombiniert werden. Dabei werden verschiedene Methoden und Medien miteinander kombiniert, um die Flexibilität webbasierter Ansätze in Bezug auf zeitliche und räumliche Unabhängigkeit sowie die sozialen und gruppendynamischen Prozesse einer Face-to-Face-Kommunikation nutzen zu können. (HMD 261)
Blog
Weblog (HMD 252; HMD 255)
Blog Mining
Blog Mining bezweckt, Muster, Zusammenhänge und Erkenntnisse vor allem in Texten zu erkennen und daraus zu extrahieren (daher wird oft auch der Begriff "Text Mining" verwendet). Texte liegen meistens in natürlicher und wenig strukturierter Form vor und müssen von geeigneter Software verarbeitet werden. Dazu wird der Text in seine Bestandteile zerlegt und anhand vorgegebener oder dynamisch trainierter Regeln hinsichtlich Syntax und Semantik untersucht. Auch Metadaten und die Beziehungen zwischen Textblöcken werden dabei berücksichtigt. (HMD 280)
Blogosphäre
Durch Weblogs oder Blogs können Online-Gemeinschaften entstehen, die sich einem Thema oder Anliegen widmen und sich gegenseitig weiterentwickeln. Die Gesamtheit der Weblogs und ihrer Verbindungen wird als Blogosphäre bezeichnet. (HMD 280)
Blogroll
Diese Liste gibt die Adressen der Blog-Favoriten eines Bloggers an, der viele fremde Blogs regelmäßig verfolgt. Über Blogrolls kann man nach verwandten Blogs suchen. (HMD 255)
BPEL/BPEL4WS (Business Process Execution Language for Web Services)
BPEL ist eine XML-basierte Sprache zur Beschreibung von Geschäftsprozessen, deren einzelne Aktivitäten durch Web-Services implementiert sind. Sie wird zur Beschreibung von Web-Service-Orchestrierungen verwendet. (HMD 253)
BPO (Business Process Outsourcing)
Werden komplette Geschäftsprozesse oder Unternehmensbereiche ausgelagert, so spricht man von Business Process Outsourcing (Geschäftsprozess-Outsourcing). Die Verantwortung für den ausgelagerten Prozess liegt beim Outsourcing-Dienstleister, der unter Einhaltung vorgegebener Kriterien den Prozess nach eigenen Standards gestalten kann. Gegenstand des BPO sind häufig klassische Querschnittsaufgaben wie Personal, Einkauf, Rechnungswesen. Da die meisten ausgelagerten Prozesse IT-intensiv sind und die IT-Unterstützung des Prozesses mit ausgelagert wird, weist BPO neben der Geschäftsrelevanz auch einen hohen IT-Bezug auf. (HMD 240, HMD 245)
Brutus
Ein einfach zu bedienendes Tool zur Durchführung von Passwortattacken mit Hilfe von Wörterbüchern. (HMD 236)
BSI
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie, eine Behörde der Bundesrepublik Deutschland, dem Innenministerium unterstellt. Das BSI bietet zahlreiche Vorschläge und Ausarbeitungen zur Informationssicherheit an (GSHB) (HMD 236; 22.8.2004))
Build
Ein Build ist eine gewöhnlich unvollständige und vorübergehende, aber ausführbare Version eines in Entwicklung befindlichen Systems, die sich in der Entwicklungsumgebung oder gegebenenfalls in einer entwicklungsnahen Testumgebung befindet. (HMD 260)
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beaufsichtigt und kontrolliert alle Bereiche des Finanzwesens in Deutschland (Allfinanzaufsicht). Sie untersteht der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums der Finanzen. (HMD 263)
Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)
Das deutsche BDSG regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten, die maschinell oder manuell verarbeitet werden. Aktuell gültig ist die letzte Änderung des BDSG aus dem Jahre 2009. (HMD 281)
Business Alignment
IT-Alignment
Business Case
In einem Business Case werden die geschäftlichen Erwartungen zu geplanten (IT-)Investitionen und die realisierbaren Erträge zusammengefasst. Zentrale Fragestellung ist dabei: "Welche finanziellen Konsequenzen entstehen, wenn eine (unternehmerische) Entscheidung so (und nicht anders) getroffen wird" (vgl. Taschner, A.: Business Cases. Wiesbaden, 2008, S. 5). (HMD 269)
Business Collaboration
Unter Business Collaboration versteht man die webbasierte Unterstützung und Zusammenarbeit bei standort- und organisationsübergreifenden Geschäftsprozessen. Neben Softwaresystemen für Computer Supported Cooperative Work (CSCW) gelangen Content-Management-Systeme, Conferencing-Systeme, Wiki-Tools, Workflow-Management-Systeme sowie planungs- und entscheidungsunterstützende Systeme zum Einsatz. (HMD 260)
Business Engineering
Business Engineering bezeichnet einen systematischen und ganzheitlichen Ansatz zur Entwicklung sozio-technischer Geschäftslösungen im Kontext der Transformation von Unternehmen. Der Begriff "Engineering" unterstreicht, dass es sich um einen ingenieurwissenschaftlichen Ansatz handelt, der sich beispielsweise in der Betonung der Relevanz von Methoden und Modellen manifestiert, sich aber auch darin äußert, dass Business Engineering als eine Konstruktionslehre verstanden wird.
Business Engineering setzt oftmals auf der Ebene der Gestaltung von Geschäftsprozessen an (Geschäftsprozessmanagement), die als Bindeglied zwischen Informationssystemen und -technologie einerseits und Unternehmensstrategie andererseits verstanden werden. Werden in Business-Engineering-Projekten Prozesse fundamental überdacht, kann Business Process Reengineering als ein Element verstanden werden. Je höher der Grad der Veränderung ist, umso bedeutender sind für ein erfolgreiches Business Engineering zudem Ansätze des Change-Managements. (HMD 241)
Business Intelligence (BI)
Unter Business Intelligence (BI) versteht man die Gesamtheit aller IT-gestützten Methoden zur systematischen Analyse (Sammlung, Auswertung, Darstellung) von Daten, die für das Unternehmen hohe operative oder strategische Bedeutung haben. Ziel ist die Gewinnung von Erkenntnissen, die bezogen auf die Unternehmensziele verbesserte operative oder strategische Entscheidungen ermöglichen. Hierfür steht eine Vielzahl analytischer Konzepte und IT-Systeme zur Verfügung.
In einer »weiten« Begriffsauffassung umfasst Business Intelligence alle direkt und indirekt für die Entscheidungsunterstützung eingesetzten Anwendungen. Dies beinhaltet neben der Auswertungs- und Präsentationsfunktionalität dann auch die Datenaufbereitung und -speicherung. (HMD 222, 227, 247, 268, 282)
Business Process Management (BPM), Geschäftsprozessmanagement oder kurz Prozessmanagement
BPM teilt sich in die beiden Komponenten "strategisches" und "operatives" BPM auf. Im strategischen BPM wird die Frage nach der Effektivität von Prozessen beantwortet (Welche Prozesse soll eine Organisationseinheit intern durchführen bzw. extern durchführen lassen?). Im operativen BPM wird die Frage nach der Effizienz von Prozessen beantwortet (Wie sollen die intern durchgeführten Prozesse abgewickelt werden, um möglichst wenig Ressourcen dabei zu verbrauchen oder um mit den vorgegebenen Ressourcen den maximalen Nutzen zu erzielen?). Im Rahmen des operativen BPM werden Prozesse dokumentiert, modelliert, umgesetzt, überwacht und ggf. optimiert. (HMD 266)
Business Process Maturity Model (BPMM)
BPMM ist ein Reifegradmodell (vgl. z.B. auch ITIL, CMMI) und beschreibt einen evolutionären Pfad, der die Prozessreife einer Organisation in Stufen steigert und damit die Organisation bei der Priorisierung von Verbesserungsaktivitäten im Rahmen des Geschäftsprozessmanagements unterstützt. Das Business Process Maturity Model wurde durch die Object Management Group (OMG) entwickelt. (HMD 266)
Business-Process-Management-System (BPMS)
Business-Process-Management-Systeme umfassen im Kern Systeme zur Prozesssteuerung, die erweitert um Komponenten zur Prozessmodellierung und zum Prozesscontrolling eine ganzheitliche, IT-gestützte, schnelle und flexible Anpassung von Prozessen an sich ändernde Rahmenbedingung erlauben. BPMS basieren derzeit eher auf einer Kombination verschiedener Werkzeuge als auf integrierten Systemen, die die Gesamtheit aller BPMS-Funktionalitäten umfassen. Technische Bausteine von BPMS sind EAI- und Workflow-Systeme für die Prozesssteuerung und -automatisierung, Modellierungswerkzeuge für Analyse und Design von Prozessen sowie Elemente von Business-Intelligence-Lösungen zur Ermittlung operativer Kennzahlen und Umsetzung eines Performance Measurements. (HMD 241)
Business (Process) Reengineering (BPR)
Business Reengineering bezeichnet Ansätze, in deren Rahmen auf Basis einer ausgeprägten Kundenorientierung ein fundamentales Überdenken und ein radikales Neugestalten von Geschäftsprozessen vorgenommen werden. Business Reengineering kann als ein Element des Business Engineering verstanden werden. Business Engineering muss allerdings im Gegensatz zum Business Process Reengineering nicht zu einer radikalen Neugestaltung führen. Des Weiteren sind die methodischen Elemente in Ansätzen des Business Reengineering weniger stark ausgeprägt als dies im Business Engineering blich ist. (HMD 241)
Business Web
Business Webs oder B-Webs sind Netzwerke für die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb digitaler Produkte und Dienstleistungen. Solche Kooperationsformen variieren von elektronischen Marktplätzen über hierarchisch straff organisierte Netzwerke bis zu selbst organisierten und lose gekoppelten Gemeinschaften im Cyberspace. (HMD 241)
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