HMD-Gesamtglossar
Dieses akkumulierte HMD-Gesamtglossar wird laufend in Übereinstimmung mit den Einzelheft-Glossaren fortgeschrieben und enthält die Definition von Begriffen ab Heft 227 (Oktober 2002) bis Heft 284 (April 2012) einschließlich.
S
- SaaS (Software as a Service)
- Ein Dienstleister stellt eine "schlüsselfertige" Anwendung inklusive der dafür notwendigen Hardware- und Infrastrukturumgebung zur Verfügung. (HMD 275)
- Safe Harbor Principles
- Sie stellen ein Instrument für Unternehmen aus Staaten außerhalb der EU dar, sich in rechtskonformer Weise am Datenaustausch mit europäischen Stellen zu beteiligen. Durch eine Selbstverpflichtung zur Einhaltung bestimmter Datenschutzbestimmungen gewährleisten sie ein aus europäischer Sicht angemessenes Datenschutzniveau. Eine Übermittlung von Daten ins Ausland ist trotz des Datenschutzrechts dadurch möglich. (HMD 275)
- SAP Business Connector
- Der SAP Business Connector erlaubt sowohl eine bidirektionale synchrone als auch eine asynchrone Kommunikation zwischen mySAP.com-Anwendungen und SAP- und Nicht-SAP-Anwendungen einschließlich Web- Anwendungen. Mit dem SAP Business Connector können alle SAP- Funktionen, die über BAPIs oder IDOCs verfügbar sind, Business-Partnern über das Internet als XML-basierter Service zur Verfügung gestellt werden. (HMD 240)
- Sarbanes-Oxley Act (SOX)
- SOX ist ein auf das Jahr 2002 datiertes US-Bundesgesetz. Er gilt für die amerikanischen und ausländischen Unternehmen (und deren Tochterunternehmen), deren Wertpapiere in den USA angeboten werden. Das Ziel des Gesetzes ist es, das Vertrauen der Anleger in die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung der Unternehmen wieder herzustellen. Zwischen den zahlreichen Paragraphen des Gesetzes erlangte die sogenannte "Section 404" besondere Aufmerksamkeit. Darin sind Vorgaben zur Beurteilung und Bewertung von Wirksamkeit des internen Kontrollsystems (IKS) enthalten. (HMD 250)
- Second-Generation OSS (OSSg2)
- OSSg2 gehört zu den modernen OSS-Geschäftsmodellen. Ein OSSg2-Unternehmen generiert den Hauptteil seines Erlöses über komplementäre Dienstleistungen rund um Open-Source-Software (OSS) und sponsert zugleich die Entwicklung der entsprechenden Software, z.B. durch Bereitstellung von Ressourcen für das OS-Projekt. (HMD 283)
- Soziales Netzwerk
- Ein soziales Netzwerk ist eine Gruppe von Internetnutzern, die in sozialer Interaktion miteinander stehen, Bindungen zwischen sich aufweisen und zeitweise einen gemeinsamen virtuellen oder physischen Ort frequentieren. Je schwächer die Bindung, desto geringer ist die gegenseitige Abhängigkeit, die Bereitschaft zur Hilfe bzw. die Bereitstellung von eigenen Ressourcen. (HMD 280)
- Schutzbedarf
- Darunter versteht man den minimalen Aufwand, den ein Angreifer haben soll, um die (meist noch) zu treffenden Schutzmaßnahmen zu durchbrechen. (HMD 236)
- Scrum
- Scrum bezeichnet eine Sammlung von Arbeitstechniken, Strukturen, Rollen und Methoden für das Projektmanagement im Rahmen agiler Softwareentwicklung. Scrum knüpft an die Ideen von "lean production" in der Automobilbranche allgemein und speziell bei Toyota an. Die Entwickler organisieren sich selbst und wählen auch die Methoden selbst aus. Diese Auswahl wird im Projekt fortlaufend den aktuellen Erfordernissen angepasst. (HMD 260)
- Secure Sockets Layer (SSL)
- Transport Layer Security (TLS), Vorgängerbezeichnung Secure Sockets Layer (SSL), ist ein hybrides Verschlüsselungsprotokoll zur sicheren Datenübertragung im Internet. Seit Version 3.0 wird das SSL-Protokoll unter dem neuen Namen TLS weiterentwickelt und standardisiert. In der Regel geht es darum, die Echtheit des kontaktierten Servers durch ein Zertifikat zu garantieren und die Verbindung zwischen Client und Server zu verschlüsseln. (HMD 275)
- Security Officers Management and Analysis Project (SOMAP)
- Eine Open-Source-Initiative mit den Zielen, einen freien Katalog (Repository) von optimalen Verfahren zusammenzustellen sowie ein freies Tool (SOBF) für die Risikoanalyse zu erschaffen, das auf diesem Repository aufbaut. (HMD 248)
- Self Service FIS
- Als "Self-Service-Führungsinformationssystem" (Self Service FIS) werden Informationssysteme bezeichnet, auf die Entscheider selbst zugreifen können. (HMD 282)
- Selbstorganisiertes Lernen 2.0
- Selbstorganisiertes Lernen 2.0 ist ein Lernkonzept, in dem die Lernenden stark aktiviert werden. Sie planen und organisieren ihren eigenen Lernweg selbst, erstellen bzw. ergänzen selbst Lerndokumente (User Generated Content) und nutzen hierfür verfügbare Web-2.0-Anwendungen und deren Möglichkeiten der Content-Publikation, -Ergänzung und -Verlinkung. Sie tun dies häufig gemeinsam, also kollaborativ. (HMD 277)
- Semantisches Mashup
- Mashup, abgeleitet vom englischen Wort mash oder mischen, bezeichnet die Zusammenstellung neuer Webinhalte aus bereits vorhandenen Webinhalten. Inhalte des Web wie Text, Bild, Audio oder Video werden dabei kollagenartig zusammengestellt. Auf der Basis des Linked Data Web kann ein semantisches Mashup neue Datenquellen laufend entdecken und einbringen, indem es den Datenlinks folgt. (HMD 271)
- Semantisches Web
- Das semantische Web (Semantic Web) zielt darauf ab, Informationen und multimediale Inhalte aufgrund ihrer Bedeutung (Semantik) miteinander zu verknüpfen und nutzbar zu machen. Es verfolgt dabei vor allem das Ziel, Inhalte des Web für Maschinen verarbeitbar zu machen. Dazu müssen die Inhalte des semantischen Web durch geeignete Software interpretiert und miteinander in Beziehung gebracht werden. Wesentlich dafür sind allgemein akzeptierte und standardisierte Wissensmodelle (Ontologien) sowie die entsprechende Auszeichnung der Inhalte (Semantic Markup). Eine Vielzahl hierfür verfügbarer Software, z.B. realisiert in Form von ?Webservices, ist bei der Herstellung der Beziehungen zwischen Begriffen über deren Bedeutung jedoch derzeit noch auf die Unterstützung durch Benutzer angewiesen. (HMD 256, HMD 268)
- Servicebaum
- Unter Servicebaum wird ein Konzept zur strukturierten Beschreibung der Komponenten eines (IT-)Service verstanden. Einzelne technische Komponenten werden zu Applikationen, diese zu Applikationsprozessen und diese wiederum zu Servicebäumen zusammengefasst. Damit ergibt sich durch Servicebäume eine ganzheitliche Sicht auf einen (IT-)Service, ausgehend von der dem Kunden bereitgestellten Leistung bis hin zu allen an der Leistungserbringung beteiligten Komponenten. Servicebäume kommen vor allem beim Betrieb und bei der Überwachung von IT-Infrastrukturen zum Einsatz. Fällt beispielsweise eine spezifische IT-Komponente (z. B. Router) aus, können über die Bottom-up-Verknüpfung dieser Komponente mit dem für einen Kunden relevanten IT-Service direkt Aussagen über Auswirkungen auf Applikationen, Applikationsprozesse und Geschäftsprozesse identifiziert werden. (HMD 256)
- Service Desk
- Der Service Desk (auch Help Desk) ist bei allen Fragen und Schwierigkeiten rund um den IT-Arbeitsplatz erster Ansprechpartner für den Anwender (Single-Point-of-Contact). Die Aufgaben des Service Desk umfassen die Aufnahme und Klassifizierung von Störungen (Incident Management), Soforthilfen resp. Fernwartung sowie Überwachung der Störungsbearbeitung (ggfs. Eskalierung an weitere Stellen bzw. Spezialisten) bis zur Lösung des Problems. Im Service Desk werden Informationen über den aktuellen Bearbeitungsstand von Störungen in Datenbanken festgehalten. Zudem erteilen die Mitarbeitenden des Service Desk Beratung und Support. (HMD 237; 22.8.2004)
- Service Level Agreement (SLA)
- Das Service Level Agreement ist ein Vertrag, bei dem die Leistungs- und Qualitätsstufen für IT-Dienstleistungen festgelegt und vereinbart werden. Solche SLAs können betriebsintern zwischen dem Informatikbereich und den Fachbereichen oder zwischen dem Unternehmen und einem Anbieter für Outsourcing-Dienste ausgehandelt und umgesetzt werden. Die SLA-Verträge regeln neben Leistung und Qualität auch die Art und Periodizität der Berichterstattung zwischen Anbieter und Nutzer. (HMD 237)
- Service Lifecycle
- Unter Service Lifecycle wird ein Konzept für das IT-Servicemanagement verstanden, das die Bedeutung der Koordination und Steuerung für die Funktionen, Prozesse und Systeme des IT-Servicemanagements von der Planung bis zur Stilllegung berücksichtigt. Aufgeteilt wird der Service Lifcycle nach ITIL V3 in die Phasen Service Strategy, Service Design, Service Transition, Service Operation und Continual Service Improvement. (HMD 264)
- Serviceidentifikation
- Grundlegend für die Konzeption einer serviceorientierten Architektur (SOA) ist die Identifikation der bereitzustellenden Dienste. Die Abgrenzung betriebswirtschaftlicher Funktionalitäten, die als Services bereitgestellt werden sollen, bildet die Ausgangsbasis für eine detaillierte fachliche Spezifikation und die anschließende Implementierung der Services. (HMD 253)
- Serviceorientierte Architekturen (SOA)
- Kernprinzip serviceorientierter Architekturen ist der Aufbau von Softwaresystemen aus lose gekoppelten Funktionsbausteinen (Services) mit klar umrissenen fachlichen Aufgaben. Die Geschäftslogik eines Softwaresystems wird damit auf mehrere weitgehend voneinander unabhängige Services verteilt. Die Services kapseln Daten und Anwendungslogik. Durch die lose Kopplung der Services und die klare Aufgabentrennung sollen Softwarearchitekturen vor allem übersichtlicher und flexibler werden. (HMD 234, HMD 253, HMD 255)
- Serviceportfolio
- Ein Serviceportfolio bezeichnet die Menge an Services, die zu einer Zeit über eine spezifische Infrastruktur zur Ausführung von Aktivitäten in Prozessen zu verwenden sind. Die Konfiguration von Serviceportfolios bildet eine Basisoperation für die Abstimmung zwischen Organisations- und Informationssystemgestaltung, die auch als IT-Alignment bezeichnet wird. (HMD 253)
- Shared Service Center
- Unter Shared Service Center wird eine eigenständige organisatorische Einheit verstanden, die internen Konzernkunden Shared Services anbietet. Shared Services sind konsolidierte und zentralisierte Dienstleistungsprozesse, die typischerweise Unterstützungsleistungen für Kernprozesse bieten und zu wettbewerbsfähigen Preisen produziert werden. Die Einrichtung eines Shared Service Center soll Synergien ermöglichen und zu einer Optimierung des Ressourceneinsatzes im Gesamtkonzern beitragen. (HMD 264)
- Sicherheitskonzept
- Mit der Erstellung eines Sicherheitskonzeptes werden die konzeptionellen Sicherheitsanforderungen festgehalten und die daraus resultierenden Sicherheitsmaßnehmen festgelegt. (HMD 236)
- Simple Object Access Protocol
- SOAP
- Single-Sign-on (SSO)
- SSO-Systeme sorgen dafür, dass sich ein Anwender nur einmal gegenüber einer dafür geschaffenen Instanz authentisieren muss und sich so mit einem einzigen Passwort an alle Systeme anmelden kann, für die er eine Zugangsberechtigung hat. (HMD 248)
- Situierung
- Situierung beschreibt die Ausrichtung des Informationssystems an Situationen eines Geschäftsobjekts, z.B. des Menschen (Kunde, Mitarbeiter usw.), eines Dokuments oder einer betrieblichen Aufgabe. Die Situation ist ein relevanter Zustand des betrachteten Geschäftsobjekts, also ein Zustand, auf den die Software reagieren muss. (HMD 248)
- Skaleneffekt ("economies of scale", Betriebsgrößeneffekt, Größenvorteil)
- Von positiven Skaleneffekten im engeren Sinne spricht man, wenn mit steigender Produktionsmenge die Grenzkosten sinken, etwas allgemeiner allerdings auch schon, wenn lediglich die Stückkosten abnehmen. Ursachen für solche Effekte liegen im höheren Spezialisierungsgrad und der Nutzung von typischen Kostensenkungspotenzialen, z. B. die Beschaffung größerer Mengen, die höhere Automatisierung, effizientere Logistiksysteme und Lagerhaltung oder auch die Nutzung von Marktmacht gegenüber Lieferanten. (HMD 256)
- Skimming
- Unter Skimming versteht man Aktivitäten, bei denen eine Vielzahl von Informationen aus unterschiedlichen Quellen in kurzer Zeit aufgenommen werden, ohne diese jedoch zu vertiefen. Vermehrt treten Skimming- Aktivitäten mit der Nutzung des Internets und des damit verbundenen, nahezu unerschöpflichen Informationsangebots auf. (HMD 282)
- SLA
- Service Level Agreement
- Smarte Dinge
- Smarte Dinge sind hybride Produkte. Sie setzen sich aus einer physischen (Atome) und einer datenverarbeitenden (Bits) Komponente zusammen. Der datenverarbeitende Anteil eines smarten Dings verbirgt sich im Hintergrund, d.h., er wird vom Nutzer oftmals nicht wahrgenommen. Beispiele für smarte Dinge sind der Autoreifen, der dem Fahrer seines Autos eine SMS sendet, wenn der Luftdruck abnimmt, oder die Blutkonserve, die sich bemerkbar macht, bevor sie abläuft bzw. zu warm wird. Smarte Dinge sind autark, d.h., sie benötigen über weite Strecken keine Energiezufuhr von außen und sie können Informationen eigenständig sammeln, speichern, verarbeiten und weitergeben. (Quelle: E. Fleisch, F. Mattern, S. Billinger: Betriebswirtschaftliche Applikationen des Ubiquitous Computing - Beispiele, Bausteine und Nutzenpotenziale, in: HMD 229) (HMD 229)
- Smart Items
- Smarte Dinge
- Smartphone
- Als Smartphone bezeichnet man ein Hybridgerät aus Mobiltelefon und Computer, das die Ausführung komplexer Anwendungen erlaubt. (HMD 267)
- Smart Vending Machine
- Smart Vending Machine ist ein "intelligenter" Verkaufsautomat. Beispiel eines Prototyps: Getränkeautomat mit Internet- und Softwareschnittstelle; über das Internet können der Füllstand der Schächte für die angebotenen Getränketypen abgefragt und die jeweiligen Preise eingestellt werden. Ähnliche Beispiele beziehen sich auf Zigarettenautomaten (Quelle: U. Kubach: Integration von Smart Items in Enterprise-Software-Systeme; in: HMD 229) (HMD 229; 22.8.2004)
- Smoke-Build
- Ein Smoke-Build ist ein Build, das mit dem Ziel erstellt wird, einen Smoke-Test durchzuführen. (HMD 260)
- Smoke-Test
- Dieser normalerweise automatisierte Test soll möglichst alle Hauptfunktionen eines Testobjektes auslösen, ohne die Ausgaben des Testobjektes mit vorgegebenen Sollergebnissen zu vergleichen, mit dem Ziel, die grundsätzliche Testbarkeit und Robustheit (z.B. Absturzfreiheit) zu prüfen. Der Begriff Smoke-Test kommt aus der Elektrotechnik und bezeichnet dort den ersten Test, bei dem eine elektrische Schaltung unter Strom gesetzt wird und beobachtet wird, ob irgendetwas anfängt zu rauchen. (HMD 260)
- SOA
- Serviceorientierte Architekturen (HMD 255)
- SOAP (Simple Object Access Protocol)
- Das Simple Object Access Protocol (SOAP) legt fest, wie ein Funktionsaufruf mit XML-Daten über Rechnerplattformen hinweg abläuft (Analogie zu Remote Procedure Calls). Als Transportprotokoll ist HTTP vorgesehen. SOAP wird von allen relevanten Softwareherstellern unterstützt, besitzt aber den Nachteil, einen Datenoverhead zu erzeugen. (HMD 234)
- Social Bookmarks
-
Bei Social Bookmarks handelt es sich um persönliche
Linksammlungen, die öffentlich sind und von den Benutzern mit
Tags verschlagwortet werden. Jeder Benutzer kann nicht nur seine
eigenen Favoriten sehen, sondern das gesamte System nach
bestimmten Schlagwörtern durchsuchen oder auch die kompletten
Listen von anderen Benutzern mit einem ähnlichen
Interessenprofil durchforsten.
Social Citation bedient sich derselben Idee, nur dass in diesem Fall keine Bookmarks, sondern (verschlagwortete) Links auf wissenschaftliche Publikationen im Internet verwaltet werden. (HMD 252) - Social Citation
- Social Bookmarks (HMD 252)
- Social Network(ing) Services
-
Bei Social Networking Services handelt es sich um Webplattformen, die
auf den Aufbau und die Verwaltung von sozialen Netzwerken abzielen.
Hierbei kann grundsätzlich unterschieden werden, ob es sich bei den
Beziehungen, die das Netzwerk aufspannen, um Beziehungen privater
(Private Networking) oder geschäftlicher Natur (Business Networking)
handelt.
Nachdem ein Nutzer sein Profil angegeben hat, kann er die Mitgliederbasis nach Nutzern, die er bereits kennt, bzw. nach Mitgliedern mit einem ihn interessierenden Profil durchsuchen. Diesen kann er dann einen "Beziehungswunsch" zukommen lassen. Indem dieser Wunsch akzeptiert und somit auch durch das System legitimiert wird, bildet ein Mitglied Schritt für Schritt sein soziales Netz ab. (HMD 252; HMD 267) - Social Software
- Social Software umfasst webbasierte Anwendungen, die den Informationsaustausch, den Beziehungsaufbau und die Kommunikation in einem sozialen Kontext unterstützen. Im Wesentlichen werden Social Software als Anwendungen Wikis, Blogs, Social Network Services und Social Tagging zugerechnet. (HMD 267)
- Social Tagging
- In diesem Prozess fügen Benutzer Metadaten ("Tags") in Form einfacher Schlüsselwörter zu gemeinsamen Inhalten hinzu; das Ergebnis (die Sammlung der entstandenen Tags) wird dabei auch als Folksonomy bezeichnet. Social Tagging kann in verteilten Tätigkeiten genutzt werden, um das Auffinden und die Wiederverwendung von Objekten zu fördern. (HMD 267, HMD 271)
- Software as a Service
- siehe SaaS und Internet der Dienste (HMD 261, HMD 275)
- Software Performance Engineering (SPE)
- Das Ziel des Software Performance Engineering besteht darin, die Leistung eines Informationssystems im Sinne von Antwortzeit, Durchsatz und fachlichen Prozessdurchlaufzeiten bereits während der Entwicklung zu berücksichtigen. Wenngleich SPE als im Software Engineering integrierter Prozess gilt, kann es nicht völlig separiert von anderen Performance-relevanten Aufgabenstellungen innerhalb des Life Cycles eines IT-Systems betrachtet werden. (HMD 227; 22.8.2004)
- Softwarearchitektur
- Grundlegende Organisation eines Systems, dargestellt durch dessen Komponenten, deren Beziehungen zueinander und zur Umgebung sowie die Prinzipien, die den Entwurf und die Evolution des Systems bestimmen (Definition gem. IEEE-Standard 1471-2000). (HMD 253)
- Softwarekarte
- Diagramm zur Visualisierung von Anwendungslandschaften, das aus einem Kartengrund und mehreren Schichten für zu positionierende Objekte (z.B. Anwendungen, Schnittstellen, Kennzahlen) besteht. (HMD 262)
- Softwarekartografie
- Disziplin, die sich mit der Beschreibung, Bewertung und Gestaltung von Anwendungslandschaften beschäftigt. Ein zentrales Hilfsmittel der Softwarekartografie stellen Softwarekarten dar. (HMD 262)
- Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS)
- Speicherprogrammierbare Steuerungen repräsentieren Geräte zur automatisierten Überwachung und Steuerung, beispielsweise von Produktionsanlagen. Durch die Nutzung von intelligenten Informationstechniken, wie z.B. von SPS, kann die fest fixierte verbindungsprogrammierte Steuerung sukzessive in vielen Bereichen ersetzt werden. (HMD 272)
- SQL-Injection-Angriff
- SQL-Injection (SQL-Einschleusung) bezeichnet das Ausnutzen einer Sicherheitslücke in SQL-Datenbanken. Der Angreifer versucht dabei, über die Anwendung, die den Zugriff auf die Datenbank bereitstellt, eigene Datenbankbefehle einzuschleusen, um Daten auszuspähen, zu verändern oder Kontrolle über den Server zu erhalten. (HMD 275)
- Stakeholder-Management
- Stakeholder-Management beschreibt die Gesamtheit aller Prozesse, die sich mit Identifikation, Analyse und Behandlung von Stakeholdern (Anspruchsgruppen) befassen. Stakeholder der IT sind alle, die direkt oder indirekt durch die IT in ihren Arbeitsabläufen beeinflusst werden und aus diesem Grund Anforderungen an die IT stellen. Es gibt sowohl interne als auch externe Stakeholder. Ein gutes Stakeholder-Management muss für jeden Stakeholder die richtige Strategie im Umgang entwickeln und anwenden. Zur Komplexitätsreduktion gruppiert das Stakeholder-Management ähnliche Stakeholder in möglichst homogenen Gruppen. (HMD 284)
- Stammdaten
-
Stammdaten (Geschäftsobjekte) sind der Datenbestand, auf dem Geschäftsprozesse aufbauen und der
über einen längeren Zeitraum erhalten bleibt, z.B. Kunden oder Artikel - daher ist ihre
Datenqualität sehr wichtig. Stammdaten existieren unabhängig von
anderen Daten und ändern sich nicht während einer betrieblichen Transaktion - z.B. der Buchung
eines Geschäftsvorfalls -, aber sie steuern ihn und gehen referenziert in die Belege
(Bewegungsdaten) ein, die diesen Prozessschritt dokumentieren. Stammdaten ändern sich jedoch
sehr wohl im Laufe ihres Lebens, da sich die einzelnen Attributswerte weiterentwickeln können
(beispielsweise die Anschrift oder Rechtsform eines Debitors).
Grundsätzlich kann man zwei Arten von Stammdaten unterscheiden:- Originäre Stammdaten, die selbst erstellt werden und deren Pflege bis zur Löschung in eigener Verantwortung geschieht, z.B. die eigenen Materialien.
- Referenzdaten, die aus übergeordneten Systemen übernommen werden, etwa von Behörden (z.B. Zolltarifnummer); sie sind dort originäre Stammdaten.
- Stammdatenarchitektur
- Die Stammdatenarchitektur ist eine Informationsarchitektur für Stammdaten. Sie umfasst ein konzeptionelles Datenmodell der Stammdaten sowie die Datenhaltungs- und die Datenverteilungsarchitektur. Typische Datenhaltungs- und Datenverteilungsarchitekturen für Stammdaten sind zentrale Systeme und führende Systeme sowie Verzeichnisarchitekturen. (HMD 279)
- Stammdaten-Governance
- Stammdaten-Governance ist die Führungsfunktion für das Stammdatenmanagement. Denn Governance legt fest, welche grundlegenden Entscheidungen im Umgang mit Stammdaten zu treffen sind und wer sie trifft. Stammdaten-Governance hat das Ziel, den Wert der Stammdaten unter Abwägung von Kosten und Nutzen zu maximieren. Stammdaten-Governance bezeichnet somit die Gesamtheit der Verantwortlichkeiten und Entscheidungsprozesse für das qualitätsorientierte Management der Unternehmensressource Daten. Dabei wird definiert, wer Entscheidungen im Rahmen des Stammdatenmanagements trifft und nach welchen Grundsätzen. (HMD 279)
- Stammdaten im Warenwirtschaftssystem
- Stammdaten generell sind Daten i.d.R. von Anwendungssystemen, die sich nicht oder nur selten ändern. Sie werden nur einmal eingegeben, im Falle von Änderungen gepflegt und stehen dauerhaft zur Verfügung. Ein Warenwirtschaftssystem benötigt i.d.R. folgende Stammdaten: Artikelstammdaten, Lieferantenstammdaten, Kundenstammdaten und Verkäuferstammdaten. (HMD 235; 22.8.2004)
- Stammdatenmanagement
- Stammdatenmanagement (engl. MDM - Master Data Management) ist eine Unternehmensfunktion, die sämtliche Planungs-, Überwachungs- und Bereitstellungsaktivitäten für Stammdaten umfasst und deren Ziel die Sicherung der Stammdatenqualität ist. (HMD 279)
- Stammdatenmanagementsysteme
- Stammdatenmanagementsysteme sind Softwarelösungen für das Stammdatenmanagement. Dies können eigenständige Werkzeuge sein, oder sie sind in größere Systeme integriert. Sie agieren teilweise auf Datenbankebene und häufig auch integriert im Extrahieren-Transformieren-Laden-(ETL-)Prozess. (HMD 279)
- Stammdatenqualität
- siehe Datenqualität (HMD 279)
- Standardbericht
- Standardberichte stellen eine Form von Geschäftsberichten dar. Meist werden dabei Informationen in Form von Tabellen und simplen Grafiken abgebildet. (HMD 282)
- Standardsoftware
- Standardsoftware (Ausprägungen: Standardsystem- und - anwendungssoftware) wird im Gegensatz zur Individualsoftware nicht für ein einzelnes Unternehmen entwickelt. Der Fokus von Standardsoftware liegt auf breiter Einsetzbarkeit und potenziell guter Verkaufsmöglichkeit. Dies erfordert für Standardanwendungssoftware eine umfassende Abdeckung aller wesentlichen Anforderungen im anvisierten Unternehmens-/Branchensegment. Ein zentrales Merkmal von Standardsoftware ist die Möglichkeit zum Customizing. (HMD 235; 22.8.2004)
- Stoffstromanalyse, -management
- Energie- und Materialflussanalyse, Energie- und Stoffstrommanagement (HMD 274)
- Storage Area Network (SAN)
- SAN ist ein Datenspeicher-Netzwerk, in dem große Datenmengen gespeichert und bewegt werden. Im SAN wird der gesamte Speicher - unabhängig von Standort und Betriebssystem - zentral verwaltet und in virtuelle Einheiten aufgeteilt. (HMD 275)
- Strategie, marktorientierte
- Der marktorientierte Ansatz (Market-Based View) ist ein stark umfeldorientierter Strategieansatz, der im Wesentlichen auf den Arbeiten von Porter beruht (vgl. Porter, M. E.: Competitive Strategy: Techniques for Analyzing Industries and Competitors. New York, 1980). Grundlage des marktorientierten Ansatzes ist die von der Industrieökonomie vertretene Structure-Conduct-Performance-Hypothese. Diese geht davon aus, dass die Branchenstruktur (Structure) das strategische Verhalten eines Unternehmens (Conduct) und damit seinen Erfolg (Performance) bestimmt. Porter hat aufbauend auf dieser Hypothese ein Branchenstrukturmodell entwickelt, das die Wettbewerbsintensität innerhalb einer Branche anhand von fünf Wettbewerbskräften (potenzielle neue Konkurrenten, Wettbewerber in der Branche, Substitutionsprodukte, Verhandlungsmacht von Abnehmern und Verhandlungsmacht von Lieferanten) analysiert. Das Erfolgspotenzial eines Unternehmens bestimmt sich aus seiner geschäftsfeldspezifischen Positionierung innerhalb der Branche. Als Basisstrategien unterscheidet der marktorientierte Ansatz zwischen der Kostenführerschaft und der Differenzierung. Daneben kann das Unternehmen spezielle Abnehmersegmente fokussieren und damit eine Konzentrationsstrategie verfolgen, die sich wiederum entweder auf einen Kosten- oder Differenzierungsvorteil stützt. (HMD 239)
- Strategie, ressourcenorientierte
- Der ressourcenorientierte Ansatz (Resource-Based View) sieht die spezifische Ressourcenausstattung eines Unternehmens als sein wesentliches Erfolgspotenzial. Der Structure-Conduct-Performance- Hypothese wird eine Resources-Conduct-Performance-Hypothese entgegengesetzt. Der Erfolg eines Unternehmens basiert demnach auf der Nutzung von Ressourcen, über die Konkurrenten nicht verfügen. Der Ressourcenbegriff wird dabei sehr weit gefasst. Neben materiellen und immateriellen Vermögensgegenständen umfasst er prinzipiell alles, was die Stärke oder Schwäche eines Unternehmens im Wettbewerb ausmacht. Ressourcen sind demnach z.B. auch die Unternehmenskultur, die Reputation eines Unternehmens, sein spezifisches technologisches Wissen sowie spezifische Fähigkeiten und Fertigkeiten. (HMD 239)
- Strategisches IT-Management
- Das strategische IT-Management beschäftigt sich mit allen Aspekten der Informationstechnik sowohl als (Unternehmens-)Ressource als auch im Rahmen ihrer Beherrschung durch Steuerungs- und Verwaltungsprozesse. Dabei stehen der langfristige Charakter von Entscheidungen und Maßnahmen bzw. bedeutsame Auswirkungen der IT auf zentrale Bereiche und Prozesse des Unternehmens und die mit ihm verbundenen Partner im Vordergrund. Ziel des strategischen IT-Managements ist es grundsätzlich, durch geeignete langfristige Gestaltung der IT sowohl die strategischen als auch die operativen Fähigkeiten des Unternehmens bei der Bereitstellung und Entwicklung von bestehenden oder neuen Produkten und Dienstleistungen im Sinne größtmöglicher Zufriedenheit der (internen wie externen) Kunden und höchstmöglicher Produktivität nachhaltig zu verbessern und damit die Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten. Damit ist strategisches IT-Management eine zentrale Managementaufgabe, die den Geschäftserfolg direkt beeinflusst. Es steigert den Wertbeitrag der IT zum Unternehmenserfolg und soll im Idealfall die mit der IT verbundenen Risiken minimieren. Typische Kernbereiche des strategischen IT-Managements sind die Ausrichtung der IT an den Notwendigkeiten der Geschäftsprozesse und damit letztlich den Bedürfnissen der (internen wie externen) Kunden, die aktive Unterstützung der Fachbereiche durch Einsatz innovativer Technologien, die Entwicklung von IT-Strategien und deren Controlling und laufende Steuerung. Alle Bereiche stehen dabei in Wechselbeziehungen zueinander. (HMD 284)
- Strategy Maps
- Strategy Maps ermöglichen die Draufsicht auf die Strategie einer Organisation. Sie sind die Grundlage für die Ableitung von Metriken zur Erfolgsmessung bei der Umsetzung einer Strategie und werden häufig im Rahmen von ?Balanced Scorecards (BSC) entwickelt. Es gibt vier Perspektiven, die im Rahmen von Strategy Maps (und BSC) betrachtet werden und in ihrer Begrifflichkeit durchaus variieren können: Finanzperspektive, Kundenperspektive, interne oder Prozessperspektive, Mitarbeiter- und Innovationsperspektive. (HMD 253)
- Subjektorientierte Modellierung
-
Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen die Subjekte als an einem Prozess
beteiligte Akteure. Dies können Menschen und Maschinen sein. Als Handelnde in
Rollen lösen sie den Prozess aus und treiben ihn. Dabei erledigen sie ihre
individuellen Teilaufgaben und kommunizieren untereinander, um ihr gemeinsames
Handeln zur Erreichung des gewünschten Prozessergebnisses zu strukturieren und
abzustimmen.
Die subjektorientierte Modellierung läuft in zwei Schritten ab: Zunächst gilt es, die am Prozess beteiligten Subjekte als prozessspezifische Rollen zu identifizieren und ihre Interaktionsbeziehungen, d.h. die zwischen ihnen ausgetauschten Nachrichten, darzustellen. Nachrichten können bei Bedarf formularartig strukturierte Informationen, sogenannte Geschäftsobjekte, enthalten. Im Anschluss erfolgt die Definition des Subjektverhaltens. Dabei werden die Subjekte verfeinert, indem ihr Verhalten als streng sequenzielle Reihenfolge ihrer Tätigkeiten und Interaktionen mithilfe von Zuständen und Zustandsübergängen (Transitionen) beschrieben wird. Mehrere Subjekte können parallel agieren und sich dabei über die Nachrichten synchronisieren. (HMD 266) - Suchmaschinenmarketing
- Unter Suchmaschinenmarketing versteht man Maßnahmen zum Gewinnen von Onlinebesuchern für Websites. Ein wesentliches Element dabei ist die Suchmaschinenoptimierung (Search-Engine-Optimization). (HMD 270)
- Supplier Network Management (SNM)
- SNM ist eine Erweiterung der Konzepte Supply Chain Management (SCM) und Supplier Relationship Management (SRM) und zielt auf das ganzheitliche Management des Lieferantennetzwerks unter Berücksichtigung der Interdependenzen und Abhängigkeiten zwischen einzelnen Lieferantenbeziehungen ab. (HMD 228)
- Supplier Relationship Management (SRM)
- SRM ist ein Teilbereich des Beziehungsmanagements und konzentriert sich auf die Beziehungen zu externen Lieferanten sowie die spezifischen Anforderungen, die sich aus der Beschaffung von Gütern und Leistungen ergeben. SRM beinhaltet das ganzheitliche Management des Beschaffungsprozesses und der Lieferantenbeziehungen über alle Unternehmensbereiche hinweg, um so die Einkaufsseite eines Unternehmens zu optimieren. Neben E-Procurement gehören zu den Kernaufgaben des SRM die kollaborative Beschaffungsplanung, Vertragsmanagement und die Unterstützung des strategischen Sourcing sowie des Supplier Monitoring & Controlling durch Analysewerkzeuge. (HMD 228, HMD 259)
- Supplier Self-Service
- Konzept auf Basis eines Systems, das Lieferanten eines Unternehmens ermöglicht, auf wichtige für sie relevante Daten (z.B. Lagerbestände) eigenständig zuzugreifen. Dabei handelt es sich um einen lieferantenspezifischen Zugriff auf ein kundenseitiges System, der häufig über Portale realisiert wird. (HMD 228, HMD 259)
- Supply Chain Management (SCM)
- Im Rahmen des Wertkettenmanagements (Supply Chain Management) wird neben dem Beziehungsmanagement von Unternehmen immer häufiger die Abstimmung von Prozessen entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Vorlieferanten bis zum Endkunden angestrebt. Dabei handelt es sich in der Realität nicht um eine "Kette", wie es der Begriff suggeriert, sondern um ein komplexes Netzwerk von Beziehungen. SCM umfasst die strategische Planung und operative Abstimmung logistischer Aktivitäten in solchen Netzwerken und konzentriert sich primär auf Material- und Informationsflüsse (HMD 227, 228, 235, HMD 243, HMD 259)
- Supply Chain Operations Reference (SCOR) Model
- Das Supply Chain Operations Reference (SCOR) Model wurde zur Darstellung aller unternehmensinternen und unternehmensübergreifenden Geschäftsprozesse vom Supply Chain Council (SCC) entworfen (http://www.supply-chain.org/). Mit diesem Modell lassen sich alle Aspekte einer Supply Chain analysieren und beschreiben. Das SCOR-Modell basiert auf den fünf wesentlichen Supply-Chain-Management-Prozessen: 1. Planung, 2. Beschaffung, 3. Herstellung, 4. Lieferung und 5. Rücklieferung (PLAN, SOURCE, MAKE, DELIVER, RETURN). Ferner werden vier Detaillierungsebenen unterschieden. (HMD 243)
- SWE - Sensor Web Enablement
- Bei SWE handelt es sich um eine Initiative des OGC, die die Standardisierung des Datenaustauschs in Geosensornetzwerken zum Ziel hat. Konkret geht es um Erweiterungen des Webservice-Frameworks, die es ermöglichen, Sensoren aufzufinden, Messwerte zu beschreiben, Messwerte auszutauschen, Benachrichtigungsmechanismen einzurichten oder Messaufgaben zu planen. (HMD 276)
- Systemkomponente
- Eine Systemkomponente ist eine Komponente, die im Gegensatz zu einer Fachkomponente generische, in der Regel systemnahe Dienste implementiert, die in verschiedenen Anwendungsbereichen zum Einsatz kommen können. (HMD 256)





